Diese Corona-Soforthilfen für kleine Unternehmen könnt ihr jetzt beantragen

Ein Experte berät einen Unternehmer zum Thema Soforthilfen bei Verdienstausfall aufgrund von Corona.

Aktualisiert am 31.03.2020 um 9:00 Uhr

In dieser bislang beispiellosen Krise hat die öffentliche Hand schnell und unbürokratische Unterstützung für Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen zugesagt. Die Soforthilfen der Bundesregierung sind seit Montag, den 23. März beschlossene Sache. Auch viele Länder bieten bereits Hilfspakte an, die ihr online beantragen könnt.

Eine Übersicht der Zuschüsse und wo ihr sie beantragen könnt, haben wir hier für euch zusammengestellt. Den Artikel werden wird laufend aktualisieren.

Mehr Unterstützung findet ihr in unserem Artikel “Corona-Hilfen für Freiberufler, Selbstständige und kleine Unternehmen”.

Soforthilfe der Bundesregierung

Der Bund bietet Einmalzahlungen für 3 Monate an. Diese Zuschüsse müsst ihr nicht zurückzahlen

Als Voraussetzung für den Antrag müsst ihr wirtschaftliche Schäden durch den Coronavirus nachweisen können. 

Das klingt schwerer, als es tatsächlich ist. Ihr müsst lediglich angeben, dass euer Business vor März 2020 noch rund lief und der konkrete Schaden erst nach dem 11. März eingetreten ist. Der Hintergrund: Am 11. März hat die WHO COVID-19 zur Pandemie erklärt.

Habt ihr das getan, bekommt ihr folgende Finanzspritzen:

  • Bis zu 9.000 Euro erhalten Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten.
  • Bis zu 15.000 Euro bekommen Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten.

Die Fördermittel des Bundes könnt ihr über die zuständigen Stellen in euren Bundesländern beantragen (siehe unten).

Soforthilfen der Bundesländer

Falls nicht anders angegeben, sind auch die Finanzhilfen der Länder Einmalzahlungen ohne Rückzahlung. Im Regelfall gilt auch hier, dass der Schaden nach dem 11. März eingetreten sein muss.

Bei vielen Ländern sind die Fördermittel des Bundes bereits in die Staffelung der Hilfsmittel integriert. Darüber hinaus stellen sie auch weitere Soforthilfen aus eigenem Haushalt zur Verfügung

Baden-Württemberg

  • Bis zu 9.000 Euro für drei Monate für Solo-Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • Bis zu 15.000 Euro für drei Monate für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • Bis zu 30.000 Euro für drei Monate für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten

Anträge könnt ihr beim Wirtschaftsministerium des Landes herunterladen.

Bayern

  • Bis zu 5.000 Euro für Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten
  • Bis zu 7.500 Euro für Unternehmen mit maximal 10 Beschäftigten
  • Bis zu 15.000 Euro für Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten
  • Bis zu 30.000 Euro für Unternehmen mit maximal 250 Beschäftigten

Bayern liefert auch eine Übersicht zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitarbeitskräfte:

  • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1
  • Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

Hier findet ihr das Antragsformular und weitere Informationen beim Bayerischen Staatsministerium.

Berlin

  • Bis zu 5.000 bekommen Unternehmen bis maximal 5 Beschäftigte (Landesmittel)
  • Bis zu 9.000 Euro für Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten
  • Bis zu 15.000 Euro für Unternehmen mit maximal 10 Beschäftigten

Anträge findet ihr auf der Website der Investitionsbank Berlin.

Brandenburg

  • Bis zu 9.000 Euro für Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten
  • Bis zu 15.000 Euro für Unternehmen mit maximal 15 Beschäftigten
  • Bis zu 30.000 Euro für Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten
  • Bis zu 60.000 Euro für Unternehmen mit maximal 100 Beschäftigten

Anträge könnt ihr bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg stellen.

Bremen

Der Stadtstaat fördert Selbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern. Diese erhalten:

  • Bis zu 5.000 Euro im Normalfall
  • Bis zu 20.000 Euro in begründeten Einzelfällen

Hier zur Antragstellung bei der Bremer Aufbau-Bank.

Hamburg

  • Bis zu 2.500 Euro für Solo-Selbstständige
  • Bis zu 5.000 Euro für Unternehmen mit 1 bis 10 Beschäftigten
  • Bis zu 25.000 Euro für Unternehmen mit 11 bis 50 Beschäftigten
  • Bis zu 30.000 Euro für Unternehmen mit 51 bis 250 Beschäftigten

Die Anträge könnt ihr nun bei der Hamburgischen Investitions und Förderbank stellen.

Hessen

  • Bis zu 10.000 Euro für Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten
  • Bis zu 20.000 Euro für Unternehmen mit maximal 10 Beschäftigten
  • Bis zu 30.000 Euro für Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten

Die Anträge findet ihr beim Regierungspräsidium Kassel.

Mecklenburg-Vorpommern

  • Bis zu 9.000 Euro für Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten
  • Bis zu 15.000 Euro für Unternehmen mit maximal 10 Beschäftigten
  • Bis zu 25.000 Euro für Unternehmen mit maximal 24 Beschäftigten
  • Bis zu 40.000 Euro für Unternehmen mit maximal 49 Beschäftigten

Hier der Link zum Antragsformular beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern.

Niedersachsen

  • Bis zu 3.000 Euro für Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten
  • Bis zu 5.000 Euro für Unternehmen mit maximal 10 Beschäftigten
  • Bis zu 10.000 Euro für Unternehmen mit maximal 30 Beschäftigten
  • Bis zu 20.000 Euro für Unternehmen mit maximal 49 Beschäftigten

Anträge könnt ihr bei der NBank stellen.

Nordrhein-Westfalen

  • Bis zu 9.000 Euro für Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten
  • Bis zu 15.000 Euro für Unternehmen mit maximal 10 Beschäftigten
  • Bis zu 25.000 Euro für Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten

Anträge könnt ihr beim Wirtschaftsministerium stellen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz erweitert die Zuschüsse des Bundes um Sofortdarlehen:

  • Bis zu 10.000 Euro bekommen Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten.
  • Bis zu 39.000 Euro bekommen Unternehmen mit 11 bis 30 Beschäftigten.

Die Sofortdarlehen haben eine Laufzeit von sechs Jahren und sind bis Ende des Jahres 2021 zins- und tilgungsfrei.

Die Darlehen können ab kommender Woche beim Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz beantragt werden.

Saarland

  • Bis zu 3.000 Euro  bei 0 bis 1 Mitarbeiter
  • Bis zu 6.000 Euro  bis 5 Mitarbeiter
  • Bis zu 10.000 Euro bis 10 Mitarbeiter

Die Antragsformulare könnt ihr auf dem Coronavirus-Portal des Saarlandes herunterladen.

Sachsen

In Sachsen stellt die Landesregierung unverzinste Darlehen für kleine Unternehmen bereit. Die Höhe: 5.000 bis 50.000 Euro.

Anträge könnt ihr bei der Sächsischen Aufbaubank stellen.

Sachsen-Anhalt

  • Bis zu 9.000 Euro für Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten
  • Bis zu 15.000 Euro für Unternehmen mit maximal 10 Beschäftigten
  • Bis zu 20.000 Euro für Unternehmen mit maximal 25 Beschäftigten
  • Bis zu 25.000 Euro für Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten

Hier geht’s zum Antrag bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Schleswig-Holstein

  • Bis zu 9.000 Euro für Selbständige mit bis zu 5 Vollzeitarbeitskräften
  • Bis zu 15.000 Euro für Selbständige mit bis zu 10 Vollzeitarbeitskräften

Anträge könnt ihr über das Portal der Investitionsbank Schleswig-Holstein stellen.

Thüringen

  • Bis zu 5.000 Euro für Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten
  • Bis zu 10.000 Euro für Unternehmen mit maximal 10 Beschäftigten
  • Bis zu 20.000 Euro für Unternehmen mit maximal 25 Beschäftigten
  • Bis zu 30.000 Euro für Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten

Den Antrag findet ihr direkt bei der Thüringer Aufbaubank.

Stefan Sturm
Stefan ist Redakteur bei Jimdo und schreibt zu allen Themen rund um Website, Online-Shop und Selbstständigkeit. Zuvor arbeitete er bei verschiedenen Unternehmen und verfasste Texte zu E-Commerce und Digital Life. Seine Freizeit widmet er guten Filmen, Spielen und Büchern.