Prompting einfach erklärt: Wie du mit klaren Prompts bessere KI-Ergebnisse bekommst

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Künstliche Intelligenz kann Texte schreiben, Ideen entwickeln und Inhalte strukturieren. Trotzdem sind viele Ergebnisse am Anfang nicht präzise genug: zu allgemein, zu ungenau oder sie passen nicht zum eigenen Business.

Der Grund dafür ist selten die KI selbst. In den meisten Fällen liegt es am Prompt, also daran, wie die Anfrage formuliert ist. Genau hier setzt Prompt Engineering an.

In diesem Blogartikel erfährst du, wie gutes Prompting funktioniert, warum es gerade für Selbstständige und kleine Unternehmen entscheidend ist und wie du mit einer einfachen Struktur bessere Ergebnisse erzielst.

Dieses Wissen hilft dir nicht nur, wenn die Tools wie ChatGPT oder Gemini nutzt, sondern auch wenn du mit Tools arbeitest, die auf KI basieren wie z. B. viele Kundenservice-Chats oder auch unser JIMDO Companion. 

Was ist Prompt Engineering?

Prompt Engineering beschreibt die bewusste Formulierung von Anfragen an KI-Tools. Ziel ist es, der KI so klar wie möglich zu vermitteln, was du brauchst, für wen und in welcher Form.

Ein guter Prompt liefert:

  • Kontext
  • eine konkrete Aufgabe und gewünschte Ergebnisse
  • klare Erwartungen an Ton und Stil

Je klarer diese Informationen sind, desto besser fällt das Ergebnis aus. Das gilt für Blogartikel genauso wie für Website-Texte, Social-Media-Ideen oder Angebotsbeschreibungen.

Die Wer–Was–Wie-Methode: Eine einfache Struktur für gutes Prompting

Eine bewährte Methode für verständliches Prompt Engineering ist die Wer–Was–Wie-Struktur. Sie hilft dir, deine Anfrage logisch aufzubauen und nichts Wichtiges zu vergessen.

Ein guter Prompt beantwortet immer drei Fragen:

  • Wer soll die KI sein?
  • Was soll sie konkret tun?
  • Wie soll das Ergebnis klingen oder aussehen?

Diese Struktur funktioniert unabhängig vom Tool.

WER: Die Perspektive festlegen

Im ersten Schritt bestimmst du, in welcher Rolle die KI antworten soll. Das beeinflusst stark, wie fachlich, strategisch oder praxisnah das Ergebnis ausfällt.

Wenn du der KI keine konkrete Perspektive gibst, antwortet sie meist sehr allgemein. Eine klare Rolle sorgt für Fokus.

Beispiel:

Du bist eine erfahrene Copywriterin für Selbstständige und kleine Unternehmen.

Allein dieser Satz hilft der KI, Inhalte zielgruppengerechter zu formulieren.

WAS: Die Aufgabe konkret beschreiben

Der zweite Teil des Prompts beschreibt klar und eindeutig, was die KI tun soll. Je genauer du promptest, desto weniger musst du später nacharbeiten.

Statt „Schreib mir einen Text“ ist es hilfreicher zu sagen, für welchen Zweck und welchen Kanal du den Text brauchst und was er konkret beinhalten soll.

Beispiel:

Schreibe einen kurzen Startseitentext für die Webseite einer selbstständigen Fotografin, die mit kleinen Unternehmen arbeitet. Der Text sollte 2-4 Sätze lang sein.

Die KI weiß nun:

  • welcher Texttyp gefragt ist
  • für wen der Text gedacht ist
  • in welchem Kontext er verwendet wird

WIE: Ton, Stil und Format festlegen

Im dritten Schritt bestimmst du, wie sich das Ergebnis anfühlen soll. Dieser Teil wird oft unterschätzt, macht aber den größten Unterschied zwischen generischen Texten und solchen, die wirklich zu deinen Bedürfnissen passen. 

Hier kannst du festlegen:

  • Ton (locker, professionell, empathisch)
  • Stil (kurz, ausführlich, erklärend)
  • Format (Fließtext, Liste, Struktur)

Beispiel:

Der Ton soll freundlich, gut verständlich und professionell sein. Bitte ohne Fachjargon und keine Stichwörter. 

Damit stellst du sicher, dass der Text zu dir und deiner Marke passt.

Ein vollständiger Prompt

So sieht ein klar strukturierter Prompt aus:

Du bist eine erfahrene Copywriterin für Selbstständige und kleine Unternehmen. Schreibe einen kurzen Startseitentext für die Webseite einer selbstständigen Fotografin, die mit kleinen Unternehmen arbeitet. Der Text sollte 2-4 Sätze lang sein. Der Ton soll freundlich, gut verständlich und professionell sein. Bitte ohne Fachjargon.

Dieser Prompt ist einfach, aber wirkungsvoll und lässt sich auf fast jede Aufgabe übertragen.

Beispiel-Prompts für Selbstständige

Website-Texte

Du bist eine Web-Texterin für Selbstständige.

Schreibe einen Über-mich-Text für eine Yoga-Lehrerin mit Online-Angeboten.

Der Ton ist ruhig, persönlich und vertrauensvoll.

Social Media

Du bist ein erfahrener Social Media Copywriter.

Entwickle 5 konkrete Instagram-Post-Ideen zum Thema Steuern für Selbstständige in Deutschland. Jede Idee soll steuerliche Inhalte einfach, gut verständlich und praxisnah erklären, ohne Fachjargon. Zudem soll jede Idee einen passenden CTA (z. B. Speichern, Teilen oder Kommentieren) beinhalten. Der Ton ist auf Augenhöhe, empathisch und nicht belehrend.

Prompt Engineering im Alltag: Warum Klarheit entscheidend ist

Gutes Prompting spart Zeit, reduziert Frust und macht KI zu einem wichtigen Werkzeug. Statt mehrerer Anläufe, kommst du schneller zu Ergebnissen, die du direkt verwenden kannst.

Das gilt besonders, wenn KI dort eingesetzt wird, wo Inhalte wirklich gebraucht werden, zum Beispiel beim Erstellen oder Überarbeiten von Website-Texten. Auch integrierte KI-Hilfen wie der Jimdo AI Companion arbeiten im Kern nach genau diesen Prinzipien: klare Angaben, klarer Kontext, klares Ziel.

Der Jimdo Companion ist ein KI-gestützter Business-Assistent, der Jimdo direkt im Dashboard zur Verfügung steht. Besonders stark ist die integrierte Chat-Funktion, über die Nutzer:innen gezielt Fragen stellen können. Auch hier liefern gute Prompts der KI den nötigen Kontext, damit klare und umsetzbare Empfehlungen entstehen. 

Beispiel: Statt „Warum bekomme ich keine Anfragen?“ liefert ein Prompt wie „Meine Website hat 300 Besucher:innen pro Woche, aber kaum Anfragen, woran kann das liegen und was sollte ich optimieren?“

So wird der Companion zu einer echten Unterstützung im Business-Alltag, nicht nur reaktiv, sondern strategisch. Alle Antworten basieren auf den individuellen Website-Daten und bleiben innerhalb der sicheren Jimdo-Plattform.

Prompting heißt auch: vergleichen und hinterfragen

Wichtig ist auch, KI nicht nur mit einem Tool oder einem einzigen Prompt zu nutzen.Teste verschiedene KI-Tools (Inspiration hier), hinterfrage die Ergebnisse kritisch und verfeinere deine Prompts bewusst – zum Beispiel, indem du um eine alternative Perspektive, eine kürzere Version oder eine verständlichere Erklärung bittest. So forderst du die KI gezielt heraus und kommst Schritt für Schritt zu besseren, passenderen Ergebnissen.

Beispiele:

  1. „Gib mir eine alternative Version mit einem anderen Fokus oder einer anderen Perspektive.“
  2. „Vereinfache das Ergebnis so, dass es auch ohne Fachwissen leicht verständlich ist.“
  3. „Welche Annahmen triffst du hier und welche möglichen Schwächen hat diese Antwort?“

Fazit: Gute Prompts sind kein Zufall

Prompt Engineering bedeutet nicht, komplizierte Befehle zu schreiben. Es bedeutet, klar zu denken und klar zu formulieren.

Wenn du dir kurz überlegst:

  • wer antworten soll
  • was du brauchst
  • wie es klingen soll

bekommst du mit KI deutlich bessere Ergebnisse, unabhängig vom Tool. Genau das macht Prompting zu einer der wichtigsten Aspekte im Umgang mit KI. ABER achte dabei immer darauf, KI datenschutzkonform zu nutzen, keine sensiblen oder personenbezogenen Daten einzugeben und die Ergebnisse vor der Veröffentlichung sorgfältig zu prüfen. KI ist eine Unterstützung, kein Ersatz für den finalen Check, und Inhalte sollten nie ungeprüft per Copy & Paste übernommen werden.

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