So helft ihr anderen mit eurem Wissen durch die Corona-Krise

Symbolbild: Ein Megaphon steht für die laute Stimme der Vernunft

Bislang konntet ihr bei uns lesen, wie ihr produktiv im Home-Office arbeitet, trotz geschlossenem Laden weiterhin Geld verdient oder wie ihr Kinderbetreuung und Heimarbeit unter einen Hut bringt. Doch in diesem Artikel wollen wir euch eine andere Möglichkeit zeigen, wie ihr eure Expertise einsetzen könnt – indem ihr in diesen stürmischen Krisenzeiten eine Stimme der Vernunft seid und euer Wissen und eure Erfahrung mit anderen teilt.

Warum ist eure Expertise gerade jetzt so wichtig?

Falsche Informationen über das Coronavirus verbreiten sich in manchen Teilen des Internets so schnell wie das Virus selbst – vor allem in den sozialen Netzwerken. Dabei wollen viele Leute gar keine Infos teilen, die teilweise oder komplett falsch sind. Doch Fehlinformationen sind in diesen unsicheren Zeiten oft schwer zu erkennen. Es braucht nur ein paar Trolle und Opportunisten, die für Unruhe sorgen oder einen schnellen Euro verdienen wollen. Schon wissen viele nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht.

Genau dann braucht es Profis wie euch. Indem ihr guten informativen Content produziert und an Online-Diskussionen teilnehmt, könnt ihr dabei helfen, dass sich keine Unwahrheiten verbreiten. Mit euren Erfahrungen könnt ihr anderen erklären, wie die Situation in eurer Branche gerade wirklich ist. Auch könnt ihr Kunden bei Problemen helfen, die sie gerade zu Hause haben. Und das Beste: All das geht auch, obwohl euer Geschäft gerade geschlossen ist.

Ich bin kein Mediziner – worüber soll ich denn reden?

Auch wenn ihr nicht in der Gesundheitsbranche arbeitet, verfügt ihr wahrscheinlich doch über Wissen, mit dem ihr euren Kunden zurzeit weiterhelfen könnt.

Seid ihr Steuerberater, dann ist euer Wissen für Selbstständige und kleine Unternehmen gerade sehr wertvoll – besonders wenn es darum geht, Kosten zu senken oder Zuschüsse zu beantragen. Arbeitet ihr in einem Kindergarten, könnt ihr Eltern mit Spiel- und Beschäftigungstipps für die Kleinen weiterhelfen. Mittlerweile gibt es Beleuchtungstechniker, die erklären, wie ihr in Videokonferenzen am besten ausseht. Oder Friseure, die Kunden zeigen, wie man selbst den Pony stutzt.

Vor Kurzem hörte ich den Besitzer einer Toilettenpapier-Fabrik im Radio-Interview. Wer hätte gedacht, dass sein Wissen über die Klopapier-Herstellung eines Tages so begehrt sein würde? Doch nun ist es so weit.

Hier sind einige Tipps, wie auch ihr etwas beitragen könnt.

So teilt ihr euer Wissen und helft anderen

1 Bleibt bei dem, was ihr wisst

Wir alle haben schon viele Menschen erlebt, die nach einem großen Ereignis plötzlich zu “Experten” wurden. Es liegt in der menschlichen Natur, eine Meinung zu haben, auch wenn man keine Ahnung hat.

Doch gerade jetzt ist es besonders wichtig, dass ihr eure professionelle Meinung nur zu Themen abgebt, bei denen ihr euch auch wirklich auskennt. Bevor ihr etwas postet, heißt es also: Sucht nach Zahlen und Fakten, die ihr nennen könnt. Und nach Fachmedien, auf die ihr verweisen könnt. Somit sorgt ihr dafür, dass die Diskussion an Wert gewinnt.

2 Updatet eure Website mit aktuellen Informationen

Jetzt ist die richtige Zeit, Infos und Quellen zu eurer Website hinzuzufügen, die anderen wirklich weiterhelfen.

Denkt an Fragen, die euch eure Kunden schon einmal gestellt haben, und erstellt aus diesen ein aktuelles FAQ auf eurer Website. Das können Fragen speziell zu eurem Geschäft sein (habt ihr geöffnet, was unternehmt ihr gegen die Krise) oder eher generelle Fragen zu eurer Branche. Halbwahrheiten offensiv zu begegnen ist gerade jetzt eine große Hilfe.

Führt ihr ein Restaurant mit Lieferservice könnt ihr über die Maßnahmen in eurer Küche informieren, mit denen ihr euch und eure Kunden schützt. Als Yoga-Lehrer, Coach oder Therapeut könnt ihr auf eurer Website Tipps zur Stressreduktion geben.

Viele Unternehmer verteilen ihr Wissen zurzeit per Video-Stream, doch wenn das nichts für euch ist, dann sind unsere 11 Goldenen Regeln für Website-Texte vielleicht eine Alternative. Richtig angestellt, können hilfreiche und wichtige Informationen auf euer Website die Aufmerksamkeit von Suchmaschinen erregen. 

3 Findet den richtigen Ort für eure Meinung

Am Naheliegendsten sind wohl soziale Netzwerke, Onlineforen und Diskussionsgruppen. Setzt dabei auf einen sachlichen und bestimmten Ton und lasst euch nicht auf beleidigendes Rumgeflame mit Online-Trollen ein. Versucht eure Antworten so hilfreich wie möglich zu gestalten, ohne dabei direkt euer Business zu promoten. Falls jemand mehr über euch erfahren möchte, kann er euch googlen oder eure Website über den Link in eurem Profil aufrufen.

Ihr könnt auch versuchen, mit der Presse in Kontakt zu kommen. Nutzt die Presse-Unterseite auf eurer Website (oder erstellt eine Pressemappe, falls ihr noch keine habt), um einige Themen aufzulisten, bei denen ihr euch gut auskennt. Journalisten suchen gerade nach Experten aus allen möglichen Branchen und ihre erste Anlaufstelle ist meist die eigene Website.

Was macht ihr gerade Berichtenswertes? Vielleicht habt ihr einen Weg gefunden, trotz Lockdown für eure Kunden da zu sein? Oder eine kreative Methode, die Menschen in eurer Nachbarschaft zu unterstützen? Viele Zeitungen suchen gerade nach Storys und Meinungen. Teilt die euren – entweder mit eurer lokalen oder einer überregionalen Zeitung. 

4 Unterstützt Experten

Als Experte in eurem Bereich wisst ihr, aus welchen Quellen ihr die besten Informationen bekommt. Vielleicht denk ihr euch: “Natürlich ist Das Obsthändler-Blatt besser als Die Obsthändler-Welt! Das weiß doch jeder!” Doch in Wahrheit sieht es so aus, dass viele das nicht wissen. Nutzt eure Website oder euren Social-Media-Auftritt dazu, in diesen Krisenzeiten auf die wirklich zuverlässigen Medien und Studien hinzuweisen.

Falls ihr euch nicht zutraut, eure Meinung selbst in Wort oder Schrift auszudrücken, könnt ihr auch die Arbeit von anderen Branchenexperten teilen.

5 Erst denken, dann teilen

Auf Falschinformationen reinzufallen, geht schneller als man denkt. Daher müssen wir alle darauf achten, keine Unwahrheiten zu verbreiten.

Denkt an die goldenen Regeln, mit deren Hilfe man Falschinformationen online schnell erkennt. Lest den ganzen Artikel, nicht nur die Überschrift. Seht euch die Quelle des Artikels an – ist sie vertrauenswürdig? Fragt euch auch immer, ob die Person, die etwas behauptet, euch nicht eigentlich etwas verkaufen möchte. Hier noch ein paar weitere Tipps, wie ihr gerade in der aktuelle Krise Fake-News erkennen könnt.

Eine Plakat mit mehreren Tipps zum Erkennen von Fake News
Quelle: IFLA.org

Wenn ihr nur vertrauenswürdige Informationen teilt, baut ihr euch damit den Ruf auf, selbst eine vertrauenswürdige Informationsquelle zu sein.


Eine Stimme der Vernunft zu sein, ist ein Dienst für die Allgemeinheit. Doch ihr helft damit auch euch selbst, indem ihr eure Reichweite vergrößert und euren Ruf verbessert. 

Habt ihr gerade keine Aufträge oder ist euer Geschäft zurzeit geschlossen, dann sind Diskussionen wie hier beschrieben auch gut für eure Moral. Ihr könnt anderen bei der Lösung ihrer Probleme helfen und dabei euer Profiwissen nutzen. So macht ihr euch euren eigenen Silberstreif am Krisen-Horizont.

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Frank van Oosterhout
Frank ist Copywriter bei Jimdo und insbesondere zuständig für Texte in niederländischer Sprache. Er schreibt Artikel rund um die Themen Website, SEO, Marketing und E-Commerce. Außerhalb des Jimdo-Büros könnt ihr ihn am wahrscheinlichsten auf einem Rugby-Platz oder zu Hause beim Eismachen finden.