Marketing in Coronazeiten: So bleibt ihr mit euren Kunden in Kontakt

Eine Unternehmerin sitzt an ihrem Laptop und notiert sich auf einem Block Ideen für ihr Marketing zu Corona.

Auch wenn es manchmal so scheint, dass alles stillsteht – die Welt dreh sich auch in Zeiten von Corona weiter. Doch für viele Menschen hat sich einiges verändert. Vieles spielt sich nun in den eigenen vier Wänden ab: Homeoffice statt Büro, Videochat statt Familienbesuch und Lieferdienst statt Restaurant.

Aber wie bekommt ihr jetzt überhaupt Kunden in euer Geschäft und auf eure Website? Für euch als Freelancer, Selbstständige oder Inhaber eines kleinen Unternehmens bedeutet das konkret, eure Kunden mit eurem Marketing anders anzusprechen und abzuholen.

Um euch dabei zu unterstützen, haben wir die besten Marketingtipps in Zeiten von Corona für zusammengestellt. Damit trefft ihr mit Sicherheit den Nerv eurer Kunden.

Passt euer Angebot an die neuen Bedürfnisse eurer Kunden an

Eure Kunden führen einen anderen Alltag, als vor Corona. Das bedeutet:

  • Sie schlendern nicht mehr so häufig durch die Einkaufsstraße.
  • Sie gehen nicht spontan Essen oder auf ein Bier in die Bar.
  • Sie kaufen vor allem online.
  • Und sie sind vor allem viel zu Hause.

Bestimmt habt auch ihr euch in einigen dieser Punkte wiedergefunden. Macht euch dieses Wissen zunutze, um euer Angebot auf eure Kunden anzupassen.

Hebt Produkte hervor, die zu den veränderten Lebensumständen passen

Ein Beispiel: Wer den ganzen Tag zu Hause sitzt, dem fällt schnell die Decke auf den Kopf. Um das zu verhindern, haben viele Menschen das Joggen für sich entdeckt. Verkauft ihr Sportbekleidung, dann hebt in eurem Marketing alles hervor, was mit Laufen zu tun hat: von Schuhen über Thermo-Unterwäsche bis zu atmungsaktiven Jacken.

Wer die kalte Jahreszeit eher scheut, der sucht nach Beschäftigung in den eigenen vier Wänden. Und das nicht nur für sich, sondern auch für Freunde und Familie. Betont also alle Produkte in eurem Sortiment, die Menschen zu Hause zusammenbringen. Zum Beispiel Kochbücher für gemeinsames Kochen. Bastelsets für gemeinsames Kleben und Zusammenbauen. Oder Online-Spiele, die man mit Menschen spielen kann, die man gerade nicht treffen kann.

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Erweitert euer Angebot um neue Produkte für die Corona-Zeit

Doch was ist, wenn ihr gar keine Produkte oder Services anbietet, die zu den aktuellen Bedürfnissen der Menschen passen? Wenn ihr beispielsweise Fotograf seid und es gerade einfach keine Hochzeiten oder Events zu fotografieren gibt? Auch dafür gibt es eine Lösung.

Versucht euer Angebot an die aktuellen Umstände anzupassen. Als Fotograf könnt ihr beispielsweise euer Wissen und eure Erfahrung teilen, indem ihr Onlinekurse für Bildbearbeitung veranstaltet. Auch typische Offline-Events wie Weinverkostungen finden mittlerweile digital statt. Stellt dazu ein Paket mit erlesenen Tropfen zusammen, versendet sie an eure Kunden und ladet dann zur Verkostung per Videokonferenz ein. Mit den zahlreichen zur Verfügung stehenden Tools für Live-Streaming ist das heutzutage kein Problem mehr.

Zeigt euren Kunden, dass ihr sie versteht

Vielleicht arbeitet auch ihr gerade hauptsächlich von zu Hause aus. Daher kennt ihr die täglichen Herausforderungen des Homeoffice nur zu gut: von langsamem Internet bis zu Kindern, die beschäftigt werden wollen.

Lasst diese Erfahrungen in eure Kundenkommunikation einfließen. Zeigt euren Kunden, dass ihr Ähnliches durchmacht wie sie. Wenn euch eure Katze immer wieder in den Schoß springt und ihr deswegen kaum mit der Arbeit vorankommt, dann lasst andere daran teilhaben. Gerade auf Social Media kommen amüsante Geschichten wie diese gut an, denn sie lassen euch sympathisch und nahbar erscheinen.

Doch bei aller Blöße, die ihr euch gebt, bleibt trotzdem stets professionell. Schwächen machen euch zwar menschlich, doch deswegen arbeiten eure Kunden nicht mit euch zusammen. Sie beschäftigen euch, weil ihr kompetent auf eurem Gebiet seid und sie auf eure Professionalität vertrauen.

Greift euren Kunden also konkret unter die Arme. Zeigt ihnen, dass ihr die Krise gemeinsam mit ihnen durchsteht und gebt ihnen dazu Tipps auf eurer Website, eurem Blog oder eurem Social-Media-Auftritt. Zum Beispiel, wie es euch gelingt, Homeoffice und Privatleben miteinander zu vereinbaren bzw. voneinander zu trennen. Gerade wenn ihr Freelancer seid, die schon seit Jahren von zu Hause aus arbeiten, könnt ihr hierzu wertvolle Tipps geben.

Eure Kunden werden es euch danken und bei zukünftigen Aufträgen an euch denken.

Aktiviert eure Bestandskunden

Gerade in Corona-Zeiten ist es wichtig, sich auf die Dinge zu besinnen, die man hat. Für Selbstständige und kleine Unternehmen sind das vor allem eure treuen Kunden. Denn zu diesen habt ihr bereits eine Beziehung aufgebaut. Sie kennen euch und euer Angebot und wissen, was sie von euch bekommen. Daher sind sie eher dazu geneigt, euch gerade jetzt zu unterstützen.

Versucht es also mit Marketing, das sich direkt an eure Bestandskunden richtet. Erinnert sie daran, dass ihr auch in Zeiten von Corona im Geschäft seid und für sie geöffnet habt. Zum Beispiel so:

  • Gutscheine und Rabattcodes. Vergünstigte Preise sind nicht nur ein guter Kaufanreiz. Sie bringen eure Kunden auch dazu, mal wieder euer Angebot zu durchstöbern. Und vielleicht finden sie dabei auch etwas, von dem sie noch gar nicht wussten, dass sie es brauchen – und kaufen wollen.
  • Newsletter. Haltet eure Kunden über eure Situation auf dem Laufenden. Euer Ladengeschäft hat geöffnet? Gewährt einen Einblick in eure Corona-Maßnahmen. Ihr seid Berater und könnt gerade keine Termine vor Ort wahrnehmen? Dann informiert eure Kunden, dass ihr trotzdem jederzeit für Online-Termine bereitsteht. Der ein oder andere hilfreiche Tipp kann auch nicht schaden.
  • Social Media. Bestimmt ist nicht jeder eurer Follower auch ein Kunde. Doch wahrscheinlich sind es die meisten. Das Tolle dabei: Der Kontakt über Facebook & Co. ist keine Einbahnstraße. Stattdessen bekommt ihr direkt Feedback in Form von Likes und Kommentaren und seht sofort, wie eure Posts ankommen.
  • Postkarten. Es muss nicht immer digital sein. Auch eine Postkarte mit einem Gutscheincode ist nicht verkehrt. Oder einfach nur ein weihnachtlicher Gruß, mit dem ihr euch für die Treue eurer Kunden bedankt – und nebenbei auf euer Angebot hinweist.

Doch aufgepasst! Beachtet stets die DSGVO, wenn ihr eure Bestandskunden anschreibt. Diese müssen nämlich explizit erlaubt haben, dass ihr ihnen Werbung schicken dürft. Geht also auf Nummer sicher und wendet euch im Zweifelsfall an den Rechtsexperten eures Vertrauens, bevor ihr eure Kunden ungefragt kontaktiert.

Sprecht neue Zielgruppen an

Auch wenn euer Marketing-Fokus während Corona auf euren Bestandskunden liegen sollte, heißt das nicht, dass ihr nicht komplett neue Zielgruppen erschließen könnt. Denn seht es einmal so: Corona sorgt gerade dafür, dass viele Menschen ihr Verhalten ändern. Was unter Umständen bedeutet, dass sich mehr Leute für euch und euer Angebot interessieren. Um diese zu erreichen, habt ihr mehrere Möglichkeiten:

  • Lokale Werbung. Das klappt sowohl offline in Lokal- und Stadtteilzeitungen als auch online auf Stadtportalen.
  • Posteinwurf. Gerade für Restaurants, die jetzt auf Lieferdienste ausweichen, ist die Speisekarte im Briefkasten eine gute Idee. Diese könnt ihr sogar selbst bei einem Spaziergang im Viertel einwerfen. Doch auch die Post hat verschiedene Angebote für Werbekunden.

Setzt auf Social-Media-Marketing

Wie praktisch Social Media für Selbstständige und kleine Unternehmen sein kann, haben wir schon mehrfach angesprochen. Dennoch möchten wir Social-Media-Marketing während Corona noch einmal explizit hervorheben. Denn mit einem gut gepflegten Facebook- oder Instagram-Konto erreicht ihr eine Menge potenzieller Kunden – und das für wenig Geld.

Ein Instagram Business Konto erstellt ihr kostenlos und erhaltet somit Zugang zu vielen praktischen Funktionen. Arbeitet ihr mit Instagram Insights, seht ihr zum Beispiel, wie sich die Zahl euer Abonnenten entwickelt, zu welchen Zeiten sie besonders aktiv sind und welcher Altersgruppe sie angehören. Eine große Hilfe bei der Planung eurer Content-Strategie!

Übrigens: Viele derselben Funktionen gibt es auch bei Facebook. Zur Mutter aller sozialen Netzwerke empfehlen wir euch zudem einen Blick in unseren Ratgeber zu Facebook-Werbung.

Doch Social Media bedeutet nicht nur Facebook, Instagram oder Twitter. Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn sind während Corona besonders wertvoll, um Kontakt zu euren Geschäftskunden zu halten. Wie das geht, lest ihr in unserem Guide zum Online-Netzwerken auf LinkedIn.


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Corona verändert viel, aber eben nicht alles. Ihr müsst euer Marketing nicht neu erfinden, nur hier und da etwas anpassen. Dann gelingt es euch auch in diesen Zeiten, eure Kunden auf eure Website oder in euren Shop zu locken.

Stefan Sturm
Stefan ist Redakteur bei Jimdo und schreibt zu allen Themen rund um Website, Onlineshop und Selbstständigkeit.