“Für etwas zu brennen ist wichtiger, als Profi zu sein!”

Handwerker Alexander Jägemann arbeitet an einem Produkt in seiner Werkstatt Craft Cafe Hamburg

Mit seiner Holz-Manufaktur Craft Cafe Hamburg bietet Alex individuelle Anfertigungen und Dienstleistungen rund ums Holz an. Welche Rolle Leidenschaft und der Dank seiner Kunden dabei spielen und warum er zu Beginn seines Projektes oft schlecht geschlafen hat – das hat er uns im Interview erzählt. 

Du hast Maschinenbau in Irland studiert, für namhafte Unternehmen in leitenden Funktionen gearbeitet und warst beruflich ständig unterwegs. Jetzt baust du Holzterrassen, Schuhregale und Küchentische in Hamburg – wie kam es zu dieser 180-Grad-Wendung? 

Ich habe immer gerne gearbeitet, aber am Ende war irgendwie die Luft raus. Mir ging es auf den Keks, ständig unterwegs zu sein. Sonntagabend saßen alle im Stadtpark und ich war auf dem Weg zum Flughafen. Also hab ich meinen Job gekündigt. Und dann bin ich eher zufällig auf ein Portal gestoßen, auf dem man seine Fertigkeiten als Handwerker anbieten kann.

Du bist also rein zufällig zum Handwerk gekommen?

Nicht wirklich. Ich hab immer schon gerne gebastelt, habe ein Faible für Holz und bin, wie sagt man so schön, „praktisch veranlagt“. Also hab ich spaßeshalber einfach mal ein paar Aufträge angenommen.

Und das hat dir dann so gut gefallen, dass du dabei geblieben bist?

Kann man so sagen, ja. Zwei Dinge haben mich total überrascht: Erstens, wie groß der Bedarf ist und zweitens, wie gut sich die Dankbarkeit anfühlt, die einem sofort entgegengebracht wird!

Worauf legst du bei der Ausführung deiner Arbeit am meisten Wert?

Neben einem professionellen Ergebnis ist mir der persönliche bis sogar freundschaftliche Kontakt sehr wichtig. Wenn mein Kunde sagt: “Den Alex haben wir gerne hier”, dann ist das für mich das schönste Lob überhaupt. Ich möchte die Art von Handwerker sein, den die Kunden gerne um sich haben und dem sie vertrauen.

Handwerker Alexander Jägemann steht in seiner Werkstatt im Craft Cafe Hamburg
Ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Kunden ist für Alex das A und O.

Ein schöner Ansatz. Was war für dich persönlich bisher die größte Herausforderung in Bezug auf das Craft Cafe Hamburg?

Ich hatte die Leidenschaft, die Motivation und auch die Begabung, aber mir fehlte es am Anfang an Erfahrung. Ich habe nachts oft wach gelegen und mir überlegt, wie ich ein bestimmtes Projekt am besten angehe. Zu Beginn hat mich das wirklich viel beschäftigt, durch Kollegen und eigene Recherchen habe ich aber schnell dazu gelernt. 

Inwiefern hat dich das geprägt?

Im Nachhinein hat mir das vor allem eins gezeigt: Wenn du wirklich für etwas brennst, ist das erstmal wichtiger, als die Fähigkeiten an sich. Also eine grundlegende Begabung ist natürlich hilfreich (lacht), aber man sollte keine Angst davor haben, etwas Neues anzupacken!

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Was liebst du an deiner Arbeit am meisten? 

Die Freude in den Augen meiner Kunden, wenn sie mit meiner Arbeit zufrieden sind. Ich habe zum Beispiel letztens erst ein Kinderzimmer gebaut. An sich nichts unglaublich Originelles, aber als ich die Begeisterung der Eltern gesehen habe und wie das Kind die Möbel nutzt – da geht mir einfach das Herz auf. 

Rückblickend war es also definitiv die richtige Entscheidung, in das Abenteuer Selbstständigkeit zu starten? 

Absolut. Wenn ich abends Feierabend mache, sind es diese kleinen Momente der Dankbarkeit, die mir immer wieder bewusst machen, warum ich diese Arbeit so gerne mache. Und, dass es die richtige Entscheidung war, meiner Leidenschaft eine Chance zu geben.


Was für tolle Projekte Alex bereits umgesetzt hat, zeigt er euch auf seiner Website Craft Cafe Hamburg und auf Instagram. Schaut doch mal vorbei!

Katharina Mühe
Katharina ist Content Creator bei Jimdo und immer auf der Suche nach inspirierenden Geschichten von Menschen, die für ihre Leidenschaft brennen. In ihrer Freizeit kocht sie gerne, ist viel mit Freunden oder in der Natur unterwegs.
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