So trefft ihr die passende Bildauswahl für eure Website

Ein Selbständiger stellt eine Bildauswahl für seine Website zusammen.
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Stellt euch einmal vor: Eine Website, die nur aus Text besteht. Ganz ohne Fotos, Grafiken oder andere visuelle Elemente. Eine grausige Vorstellung, oder? 

Eine Website ist eben mehr als nur Schrift. Denn Bilder vermitteln Informationen, Eindrücke und Gefühle bereits auf den ersten Blick. Mehr noch: Sie erzählen eine Geschichte, wie es reiner Text nicht vermag.

Gerade deswegen ist es besonders wichtig, dass ihr für eure eigene Website die richtige Bildsprache findet. Um euch dabei zu unterstützen, haben wir für euch diesen ausführlichen Ratgeber zusammengestellt – komplett mit praktischen Tipps, inspirierenden Beispielen und verständlichen Erklärungen der wichtigsten Begriffe.

1. Welche Geschichte erzählen eure Bilder?

Was sind eigentlich die “richtigen” Bilder? Um diese Frage zu beantworten, solltet ihr euch erst darüber klar werden, welche Geschichte ihr erzählen wollt. Und von wem oder von was sie handelt. 

Seid ihr beispielsweise Kommunikationsberater, dann steht ihr selbst im Mittelpunkt. Denn letztlich verkauft ihr euch selbst – euer Wissen und eure Erfahrung. Also handelt eure Geschichte davon, wie kompetent ihr seid und wie ihr eure Kunden unterstützen könnt. Daher dürfen Bilder von euch nicht fehlen. Eventuell zeigen euch diese bei Seminaren oder Vorträgen oder mit zufriedenen Kunden.

Vermietet ihr dagegen eine Ferienwohnung, dann wollt ihr euren Gästen erzählen, wie gemütlich sie es in eurer Wohnung haben werden und welche tollen Attraktionen sie in der Umgebung finden können. Am besten mit Fotos von der Wohnung selbst, aber auch mit Bildern vom nahegelegenen Badesee oder von der romantischen mittelalterlichen Stadt, die nur 30 Minuten entfernt ist.

Nehmt euch ein wenig Zeit, eure Geschichte und die passende Bildsprache dafür zu finden. Denn wenn ihr einmal wisst, was ihr erzählen wollt, gehen alle folgenden Schritte wesentlich leichter.

Tipp: Denkt daran, dass auch euer Logo eine Geschichte erzählt. Nämlich wie professionell, kreativ oder innovativ euer Business ist. Mehr zum Thema Logo lest ihr in unserem Artikel Das richtige Logo Design für euer Business.

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2. Fotograf, Selbermachen oder Stockfotos?

Kurz gesagt: Im Prinzip habt ihr diese drei Möglichkeiten, um an Bilder für eure Website zu kommen. Davon hat jede ihre eigene Vor- und Nachteile mit sich bringt.

Professioneller Fotograf

Vorteile. Ein Fotograf bringt das Know-how und die Ausrüstung mit, um für euch die bestmöglichen Bilder zu machen. Egal ob es sich um Porträtaufnahmen, Event-Fotografie oder Produktfotografie handelt – für jeden Bereich gibt es einen Spezialisten.

Nachteile. Ein Profi-Fotograf will auch bezahlt werden, was ihn zur teuersten Option macht. Zudem kann sich während der Zusammenarbeit herausstellen, dass eure Vorstellungen auseinandergehen. Das kann zu einem kostspieligen Hin-und-Her und eventuell sogar zu einem Fotografenwechsel führen.

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Fotos selbst machen

Vorteile. Heutzutage könnt ihr auch ohne professionelle Ausrüstung gute Fotos knipsen. Oft reicht sogar das Smartphone. So spart ihr euch Geld, seid nicht an einen externen Dienstleister gebunden und kommt schneller an die Fotos, die ihr euch vorstellt.

Nachteile. Auch, wenn das Fotografieren so leicht wie nie zuvor geworden ist, solltet ihr doch ein paar Dinge darüber wissen – wie legt man den Fokus richtig, wie baut man ein Bild ansprechend auf etc. Zudem klappt eben nicht jedes Foto mit dem Smartphone. Für manch spezielle Aufgaben kommt ihr um eine professionelle Ausrüstung einfach nicht herum.

Stockfotos

Vorteile. Im Internet gibt es zahlreiche Datenbanken mit lizenzfreien Bildern, die ihr kostenlos nutzen könnt. Auch bei Jimdo bekommt ihr Zugang zu zahlreichen Gratisfotos. Die Bilder sind meist hochwertig und ihr findet für nahezu jeden Einsatzzweck etwas Passendes.

Nachteile. Stockfotos zeigen natürlich nie euch selbst, euren Arbeitsplatz oder eure Produkte. Daher sind sie immer nur eine Ergänzung zu euren eigenen Fotos und können diese niemals komplett ersetzen. Daher solltet ihr bei lizenzfreien Bildern stets darauf achten, dass sie auch zu euren eigenen Aufnahmen passen.

Wichtig! Lizenzfrei ist nicht gleich lizenzfrei. Denn oft dürft ihr ein Stockfoto zwar kostenlos nutzen, müsst aber den Namen des Fotografen nennen und/oder aus welcher Datenbank das Bild stammt. Oder ihr dürft das Foto zwar nutzen, aber nicht nachbearbeiten. Lest euch daher stets die Nutzungsbedingungen eines Bildes durch, bevor ihr es verwendet. Und kopiert bitte NIEMALS Fotos aus der Google-Bildersuche auf eure Website. Das kann richtig Ärger geben.

3. Kriterien für die richtige Bildauswahl

Über Kunst und Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Dennoch gibt es ein paar Regeln, die eure Bilder zwar nicht zur Kunst, wohl aber zum guten Handwerk machen. 

Hier also ein paar Tipps für gute Fotos auf die ihr sowohl beim selbst Fotografieren als auch beim Aussuchen eurer Stockfotos achten solltet.

Achtet auf die Schärfe

Dass der Gegenstand oder die Person, um die es geht, scharf abgebildet sein muss, versteht sich von selbst. Das bedeutet jedoch nicht, dass alles im Foto scharf sein sollte. Im Gegenteil: Unwichtiges in der Unschärfe verschwinden zu lassen, ist ein guter Weg, um Wichtiges hervorzuheben. Diesen Effekt erzeugt ihr über eine geringe Schärfentiefe. Wie hier in diesem Produktfoto von pottschwarz:

Stellt den Weißabgleich ein

Jede digitale Kamera nimmt einen automatischen Weißabgleich vor. Das soll dafür sorgen, dass Weiß immer Weiß aussieht – auch bei unterschiedlichen Lichtstimmungen. Das klappt jedoch nicht immer. Manchmal haben Bilder einen Gelb- oder Blaustich und sehen überhaupt nicht aus wie in der Realität. In solchen Fällen empfehlen wir euch, den Weißabgleich manuell einzustellen.

Sorgt für harmonische Farben

Egal ob knallbunte oder gesättigte Farben: zusammenpassen sollen sie! Wichtig ist, dass die Farben in eurem Foto ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Zur Not könnt ihr dazu auch verschiedene Filter nutzen.

Orientiert euch an der Drittel-Regel

Diese Technik zum Bildaufbau lehnt sich am Goldenen Schnitt an und unterteilt die Höhe und die Breite eines Fotos in jeweils drei gleiche Teile. So entstehen insgesamt neun Sektoren in einem Bild. Anhand dieser gedachten Linien könnt ihr euer Hauptmotiv ausrichten. So wirkt euer Bild harmonisch und strukturiert. Diese Funktion könnt ihr mittlerweile bei fast allen modernen Kameras einstellen.

Lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche

Ein Betrachter muss auf den ersten Blick erkennen, was das wirklich Wichtige in eurem Foto ist. Bei einem Produktfoto ist es das Produkt, bei einem Porträt die abgebildete Person. Dazu muss das wesentliche Bildelement zwar nicht direkt in der Mitte platziert sein, es sollte sich aber auch nicht irgendwo am Rand verstecken. 

Platziert das Wichtige also eher zentral, wenn auch nicht ganz im Bildmittelpunkt. Die Drittel-Regel kann euch hier eine große Hilfe sein, ein ansprechendes und interessantes Foto zu gespalten.

Verwendet eine hohe Auflösung

Je höher die Auflösung eines Fotos, desto besser. Denn das gibt euch mehr Freiheiten bei der Nachbearbeitung. So könnt ihr das Bild nach Belieben verkleinern, zurechtstutzen oder einzelne Elemente daraus herausschneiden. Ist die Auflösung zu niedrig, verpixelt das Bild und wirkt unansehnlich und unprofessionell.

Natürlich gibt es noch weitere Kriterien, um Bilder zu bewerten. Zum Beispiel, ob ein Foto authentisch oder furchtbar gestellt aussieht. Doch wenn ihr den obigen Richtlinien folgt, seid ihr schon einmal auf einem guten Weg.

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4. Keine Scheu vor Nachbearbeitung

Heutzutage gibt es jede Menge Bildbearbeitungsprogramme mit unzähligen Filtern und Retusche-Werkzeugen. Die Versuchung ist groß, sich im großen Stil auszutoben. Doch wie so oft gilt der Leitsatz: Weniger ist mehr. Denn schließlich wollt ihr, dass eure Fotos authentisch und nicht gekünstelt wirken. 

Übertreibt es also nicht mit der Nachbearbeitung. Retuschiert nur kleine Mängel heraus und versucht nicht, einer Person oder einem Objekt einen komplett neuen Look zu verpassen. Seid sparsam mit Filtern und nutzt diese hauptsächlich dazu, euren Bildern ein einheitliches Aussehen zu verpassen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ihr selbstgemachte Fotos mit Stockbildern kombiniert.

Viele Kameras bieten euch die Möglichkeit, eure Fotos als RAW-Dateien zu speichern. Das bedeutet, dass die Kamera keine digitale Bildoptimierung vornimmt und das Bild in einem unkomprimierten Format ausgibt. Für eure Bildbearbeitung sind RAW-Daten aber nicht zwingend notwendig. Auch mit hochaufgelösten JPEG-Dateien könnt ihr mühelos arbeiten.

Übrigens: Es muss nicht immer Photoshop sein. Wir haben für euch eine Auswahl der besten Photoshop-Alternativen zusammengestellt.

5. Baut eure Fotos auf eurer Website ein

Ihr wisst nun, welche Geschichte ihr mit euren Bildern erzählen wollt, wo ihr die passenden Fotos findet und worauf ihr dabei achten solltet. Nun ist es an der Zeit, sie auf eurer Website einzubauen. Dabei spielen vor allem zwei Fragen eine wichtige Rolle: An welcher Stelle wollt ihr eure Fotos einbauen? Und welchem Zweck sollen sie erfüllen?

Hero Image

Beginnen wir mit dem Hero Image, kurz Hero. Dieses große Bild steht meist oben auf einer Seite und nimmt die ganze Breite ein. Es soll auf den ersten Blick klarmachen, worum es auf dieser Seite geht. 

Sehen wir uns dazu ein Beispiel der Möbel-Manufaktur Wood.You.Love an, die maßgefertigte Tische aus Massivholz her. Dafür verarbeiten Claas F. Stefes und sein Team nicht nur Holz, sondern auch Stahl für das Gestell. Dabei sind die drei Jungs besonders stolz darauf, dass sie das Metall selbst bearbeiten und zusammenschweißen – und das zeigen sie auch auf ihrer Unterseite “Der Stahl”.

Dieser Funken stiebende Hero lässt kein Zweifel daran, dass man bei Wood.You.Love sein Handwerk ernst nimmt.

Produktfotos

Wie der Name schon sagt, ist bei diesen Bildern euer Produkt der Star. Daher ist es besonders wichtig, dass es gut zu sehen ist. Stellt also nicht nur ein Foto, sondern gleich mehrere ein, die euer Produkt aus mehreren Perspektiven zeigen. Im besten Fall sogar in Aktion. Schmuck will beispielsweise getragen werden und nicht nur auf einer weißen Fläche herumliegen.

So wie es diese Bilder von Candice de Rijcke Jewelry demonstrieren:

Für mehr praktische Tipps und Tricks zum Selbermachen eurer Produktfotos empfehlen wir euch unseren Artikel Produktfotografie: Professionelle Produktfotos mit einer Lightbox zum Selberbauen.

Bildergalerien

Bildergalerien eigenen sich hervorragend dazu, einen umfassenden Eindruck von etwas zu vermitteln. Um nochmals auf unser Ferienwohnungsbeispiel zurückzukommen: Eine Bildergalerie ist genau der richtige Ort, die Attraktionen des Umlands zu präsentieren.

Mehr als bei allen anderen Elemente auf eurer Website ist bei einer Galerie besonders wichtig, dass alle Bilder einheitlich wirken. Unterscheiden sich Qualität und Farbwelt der einzelnen Bilder zu sehr, fällt eure Galerie auseinander und verliert an Wirkung.

Bilder als reine Design-Elemente

Nicht immer steht ein Bild im Mittelpunkt. Manchmal dient es auch einfach dazu, das Design eurer Website etwas aufzulockern oder eine bestimmte Stimmung zu vermitteln.

Doch das heißt nicht, dass ein solches Bild aus der Reihe tanzen darf. Denn auch wenn ein Foto vielleicht nicht das Wichtigste auf einer Seite ist, zieht es doch den Blick eurer Besucher auf sich. Daher muss es trotzdem zum Gesamteindruck passen – sowohl was Qualität, Farbigkeit und Aussage angeht.

Gerade in diesem Zusammenhang macht es sich bezahlt, wenn eure Fotos eine hohe Auflösung haben. Denn dann könnt ihr sie entsprechend zuschneiden, sodass sie perfekt in euer Design hineinpassen – egal ob Hochformat, Querformat oder quadratisch.

Bilder als Website-Hintergrund

Ein Bild kann auch im wahrsten Sinne des Wortes in den Hintergrund rücken. Damit wird es zur Leinwand, auf der ihr eure Inhalte präsentiert. So sorgt ihr für ein zusätzliches Plus an Atmosphäre. 

Doch Vorsicht: Euer Hintergrund sollte nicht zu unruhig sein, da er sonst von den wichtigen Inhalten ablenkt und im schlimmsten Fall die darauf stehenden Texte unleserlich werden.

Mehr zu Hintergrundbildern lest ihr im Post So findet ihr den perfekten Website-Hintergrund.

6. Optimiert eure Bilder

Ihr habt nun die passende Bildsprache gefunden und eure Fotos auf eurer Website eingebaut. Fertig, oder? Nun ja, noch nicht ganz. Ihr könnt nämlich noch optimieren.

Stellt zum Beispiel sicher, dass eure Bilder mit einem Alt-Text versehen sind. Mit diesem Text beschreibt ihr, was auf dem Bild zu sehen ist. Das nützt sowohl Besuchern, die sich die Inhalte eurer Website per Bildschirmlese-Funktion vorlesen lassen, als auch euer Suchmaschinenoptimierung (SEO). Denn Google liest nicht nur die Überschriften und Fließtexte auf eurer Website aus, sondern auch die Alt-Texte. Deshalb solltet ihr eure wichtigsten Keywords auch in Alt-Texten verwenden. 

Mehr zum Thema könnt ihr in unserem Artikel Webdesign und SEO: Bilder für Suchmaschinen optimieren nachlesen.

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Stefan Sturm
Stefan ist Redakteur bei Jimdo und schreibt zu allen Themen rund um Website, Onlineshop und Selbstständigkeit.
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