Newsletter erstellen in drei einfachen Schritten

Symbolbild: Mehrere Briefkästen nebeneinander erwarten euren Newsletter

Newsletter-Marketing kommt nie aus der Mode. Denn indem ihr eure Abonnenten über Neuigkeiten und spannende Themen rund um euer Business informiert, erinnert ihr sie daran, wieder einmal vorbeizuschauen und etwas zu kaufen.

Im Folgenden haben wir für euch einen 3-Schritte-Plan erstellt, mit dem ihr ganz einfach einen professionellen E-Mail-Newsletter selber gestaltet. Damit könnt ihr eure Besucher erfolgreich an euch binden.

Was sind die Vorteile eines Newsletters?

Welche Argumente sprechen eigentlich für einen E-Mail-Newsletter? Da wären zum Beispiel:

  • Geringe Kosten: Ein E-Mail-Newsletter ist deutlich günstiger als ein gedruckter Flyer, den ihr per Post verschickt.
  • Kurzfristige Umsetzung: Der elektronische Versand braucht viel weniger Vorlauf als bei einem Brief.
  • Kein Medienwechsel nötig: Ihr könnt die Empfänger eures Newsletters unmittelbar beim Lesen per Link auf eure Website oder euren Onlineshop schicken – ein echter Boost für eure Besucher- und Verkaufsstatistik!
  • Gute Erreichbarkeit: Weil sehr viele Menschen ihre E-Mails auf ihrem Smartphone lesen, könnt ihr sie per Newsletter nahezu immer und überall erreichen.

Klingt eigentlich prima, doch einen Haken gibt es dennoch: Die meisten Menschen bekommen Tag für Tag jede Menge Werbemails, von denen die meisten direkt im Papierkorb landen. Euer Newsletter kann somit leicht in der Flut der Nachrichten untergehen. Vermeiden könnt ihr das, indem ihr euren Newsletter gut plant und einige inhaltliche Kriterien beachtet.

Schritt 1: Organisation und Planung

Euer Newsletter soll dazu führen, dass sich die Empfänger positiv an euch erinnern und euch bestenfalls (weitere) Aufträge oder mehr Absatz bescheren. Vielleicht möchtet ihr auch neue Kontakte generieren und Interesse an eurem Angebot wecken. Was immer auch eure Ziele sind: Geht das Projekt besser nicht impulsiv, sondern strategisch an:

1. Erstellt Empfängerlisten

Als Erstes stellt ihr die Daten der Nutzer, die ihr erreichen möchtet, in einer Tabelle zusammen. Falls alle dieselben Interessen und Bedürfnisse in Bezug auf euer Angebot haben, kommt ihr mit einer Liste aus. Vielleicht wollt ihr aber zwischen langjährigen Kunden und neuen Interessenten unterscheiden. Oder zwischen Kunden, die immer Produkt A kaufen, und jenen, die überwiegend Dienstleistung B buchen. Dann habt ihr schon mehrere Gruppen, die ihr in eurem Verteiler kennzeichnen könnt, um eure Themen individuell aufzubereiten.

2. Legt fest, wie oft euer E-Mail-Newsletter erscheinen soll

Mal ehrlich: Wie oft freut ihr selbst euch über einen abonnierten Newsletter und lest ihn tatsächlich? Welche Taktung nervt eher? Versetzt euch in die Lage der Empfänger. Und überlegt auch, wie häufig ihr es überhaupt schafft, einen guten Newsletter herauszubringen. Zweimal im Jahr kann schon ausreichen, wenn euch ein monatlicher Versand einfach zu stressig wäre. Außerdem ist es hilfreich, vorab die groben Themen zu skizzieren.

3. Überlegt euch einen Versandzeitpunkt

Um den Wochentag und die Uhrzeit für euren Versand festzulegen, fragt ihr euch am besten, wann die meisten Empfänger ihre Mails lesen und wann eher nicht. Es gibt dafür ein paar Anhaltspunkte: So sammeln sich über das Wochenende meist viele Nachrichten an – das erhöht das Risiko, dass euer Newsletter einfach gelöscht wird, weil andere Mails dringender sind.

Viele Leute checken ihr Postfach schon vor der Arbeit, zum Beispiel beim Frühstück oder in der Bahn. Bei ihnen hat ein Newsletter gleich morgens zwischen 8 und 10 Uhr die besten Chancen, gelesen zu werden. In der Mittagspause passt es für die meisten eher schlecht und ab 17 Uhr möchten viele nur noch die wichtigsten To-dos abhaken und in den Feierabend gehen. 

Ein paar weitere Anhaltspunkte zum perfekten Versandzeitpunkt findet ihr in dieser aktuellen Studie des Newsletter-Anbieters Newsletter2Go.

Ein Patentrezept für den besten Versandzeitpunkt gibt es nicht. Experimentiert ein bisschen herum und wertet die Reaktionen der Empfänger aus.

4. Checkt Signatur/Footer und Anmeldeformular

Informiert euch, welche Angaben ihr in eurem Newsletter machen müsst, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Checkt außerdem, wie sich eure Kunden rechtskonform für euren Newsletter anmelden können und an wen ihr eure Newsletter als werbliche E-Mail verschicken dürft – Stichwort: DSGVO.

Wir als Jimdo können und dürfen euch dazu keine Rechtsberatung anbieten. Aber kein Problem: Informiert euch im Internet (z. B. bei e-recht24.de) oder wendet euch an eine Kanzlei.

Ideen und Inspirationen für euren Newsletter

Ihr wisst nicht, worüber ihr im Newsletter schreiben sollt? Keine Sorge, Themen gibt es mehr als genug – ihr müsst sie nur finden. Hier einige Anregungen:

  • Ihr habt ein neues Angebot oder eine Aktion im Shop? Berichtet darüber!
  • Gestattet den Lesern einen Blick hinter die Kulissen und stellt eure Firmengeschichte oder einzelne Mitarbeiter vor – so lernen sie euch besser kennen und ihr seid nicht mehr nur “ein Anbieter von vielen”.
  • Pflegt euer Netzwerk und sprecht mit Kunden – auch so erfahrt ihr, was eure Zielgruppe gerade interessiert.
  • Ihr wart auf einer Messe? Haltet eure Leser und Kunden mit spannenden Insider-News aus eurer Branche auf dem Laufenden.
  • Stöbert durch Magazine und andere Newsletter – vielleicht findet ihr Themen, die ihr als Aufhänger nehmen und neu aufbereiten könnt.
  • Startet pünktlich zum Versand eine Mitmach-Aktion oder verschickt einen Gutscheincode mit dem Newsletter.

Schritt 2: Tipps für den Newsletter-Aufbau

Ebenso wie eure Webseite sollte auch euer Newsletter auf dem Rechner, Smartphone und Tablet lesbar sein und gut aussehen. Die entsprechende Formatierung ist allerdings nicht ganz ohne. Professionelle (jedoch teilweise kostenpflichtigen) E-Mail-Marketing-Tools wie Mailchimp, Newsletter2Go oder CleverReach nehmen sie euch ab. Außerdem ist es wichtig,  dass euer Newsletter so aufgebaut ist, dass er bei den Lesern Interesse und Neugier weckt.

Anrede

Jeden Empfänger persönlich mit Namen anzuschreiben ist einfach netter und kommt bei den Lesern gut an. Doch dazu müsst ihr eure Verteilerliste auch entsprechend mit Anrede, Vor- und Nachnamen aufbauen. Wenn euch das zu aufwändig ist, könnt ihr euch eine passende alternative Anrede überlegen, beispielsweise „Lieber Freund der mediterranen Küche“.

Betreffzeile und Teaser

Die Betreffzeile entscheidet darüber, ob der Empfänger eure Mail überhaupt öffnet. Sie sollte deshalb möglichst kurz und knackig sein und präzise ankündigen, was den Leser erwartet. Ein kurzer Teasertext nach der Anrede stellt die einzelnen Inhalte dann kurz vor. Er fasst sie aber nicht komplett zusammen – wozu sollte sich sonst noch jemand den Rest durchlesen?

Inhalt

Bereitet eure Inhalte kompakt und verständlich auf. Achtet dabei auf eine übersichtliche und sinnvolle Gliederung und baut an den passenden Stellen informative Links oder einen Call-to-Action ein, zum Beispiel: „Klicke hier, wenn du mehr über unsere Workshops erfahren möchtest!“ 

Ihr seid euch unsicher, welche Themen bei euren Lesern gut ankommen? Dann versendet einfach zwei verschiedene Versionen und wertet hinterher die Klicks aus. Newsletter-Tools bieten euch meist vielfältige Analysemöglichkeiten.

Bilder

Das E-Mail-Format eignet sich eher schlecht für eine ansprechende visuelle Darstellung, deshalb geht in eurem Newsletter lieber sparsam mit Bildern um. Selbst wenn ihr zum Beispiel eine Ausstellung ankündigt, greift ihr besser nur ein oder zwei Motive auf und verlinkt dann zu eurer Website. Denkt auch daran, euch immer bezüglich der Bildrechte abzusichern! Im Internet findet ihr Anbieter von lizenzfreien Bildern, die ihr nutzen könnt.

Schritt 3: Analyse und Auswertung

Endlich ist euer Newsletter versendet! Nun möchtet ihr natürlich wissen, wer von den Adressaten eure Mail überhaupt öffnet und wie oft welcher Link angeklickt wird. Diese Infos bekommt ihr leider nicht beim Versand mit den üblichen E-Mail-Programmen, sondern nur von professionellen Mailing-Portalen. Eine solche Auswertung kostet einiges an Zeit, lohnt sich aber für die zukünftige Planung.

Dann seht ihr auch, welche Inhalte bei euren Lesern ankommen und welche nicht. Nehmt es aber auf keinen Fall persönlich, wenn Empfänger euren Newsletter nicht beachten. Bedenkt immer, wie ihr selbst mit den Newslettern in eurem Postfach verfahrt. Lest ihr sie immer und sofort komplett durch? Wahrscheinlich nicht. Und wenn ihr sie löscht: Heißt das, dass ihr euch für die Absender überhaupt nicht interessiert? Keineswegs! 

Mit der Zeit werden ihr ein Gespür dafür entwickeln, wie eure Zielgruppe tickt, und eure Newsletter entsprechend gestalten. Legt am besten gleich los und probiert euch aus!

Newsletter versenden mit Jimdo

Um einen Newsletter selbst zu erstellen, zu versenden und auszuwerten, führt kein Weg an einem professionellen Newsletter-Tool vorbei. Wir empfehlen Mailchimp, Newsletter2Go oder CleverReach. Diese Tools sind in ihren Grundfunktionen sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch im Detail. Am besten seht ihr euch die Funktionen an und entscheidet, welches Tool am besten zu euch passt.

Habt ihr euch für einen Anbieter entschieden, könnt ihr ganz leicht von eurer Website darauf verlinken. Das geht so:

Per Textlink:

  1. Logt euch in euer Jimdo-Konto ein und wähle die gewünschte Website aus
  2. Klickt auf Bearbeiten, um in den Bearbeitungsmodus euer Website zu gelangen
  3. Markiert den Text, den ihr verlinken möchtet
  4. Klickt auf das Kettenglied-Symbol (Link setzen)
  5. Wählt URL oder E-Mail
  6. Gebt die Adresse des gewählten Newsletter-Anbieters ein

Per Button:

  1. Logt euch in euer Jimdo-Konto ein und wähle die gewünschte Website aus
  2. Klickt auf Bearbeiten, um in den Bearbeitungsmodus euer Website zu gelangen
  3. Klickt auf das Augen-Symbol (Elemente anzeigen) neben dem Block, in dem der Button erscheinen soll
  4. Setzt einen Haken bei Primärer Button oder Sekundärer Button
  5. Klickt auf den Button, um den Button-Text zu bearbeiten
  6. Klickt auf das Kettenglied-Symbol (Link setzen)
  7. Wählt URL oder E-Mail
  8. Gebt die Adresse des gewählten Newsletter-Anbieters ein

Ihr nutzt Jimdo Creator? Dann findet ihr in unserem Hilfe-Center ausführliche Anleitungen zur Integration von Mailchimp oder CleverReach.

Stefan Sturm
Stefan ist Redakteur bei Jimdo und schreibt zu allen Themen rund um Website, Online-Shop und Selbstständigkeit. Seine Freizeit widmet er guten Filmen, Spielen und Büchern.