So könnt ihr als Kunden lokale Geschäfte und Restaurants unterstützen

Kundin kauft an ihrem Laptop bei einem lokalen Onlineshop ein

Aufgrund der Corona-Krise mussten zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Bars und Dienstleister ihren Betrieb einstellen. Doch bei vielen zeigt sich: Auch ohne persönlichen Kundenkontakt bleibt so manches Business mit kreativen Ansätzen weiter im Geschäft. 

Überall in Deutschland sind innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Initiativen, Geschäftsmodelle und Kooperationen entstanden, um lokale Geschäfte, Dienstleister und Gastronomiebetriebe zu unterstützen. Denn schließlich sind es nicht die großen Ketten, die unsere Nachbarschaft individuell und einzigartig machen. Es sind die liebevoll eingerichteten Cafés, die Gemüsehändlerin an der Ecke und der Blumenladen mit der perfekten Beratung. 

Diese Läden brauchen jetzt eure Unterstützung, um die Krise zu überstehen. Deshalb haben wir für euch Ideen gesammelt, wie ihr eure lokalen Lieblinge supporten könnt.

Mit nur wenigen Mausklicks den Umsatz ankurbeln

Vielleicht habt ihr euch auch schon gefragt, wie ihr euren Friseur oder eurem Lieblingsitaliener in diesen Zeiten etwas unter die Arme greifen könnt. Zahlreiche neuen Online-Initiativen widmen sich genau diesem Thema. 

Da wären zum Beispiel überregionale Plattformen wie #PayNowEatLater, die Gutscheine für Restaurants und Bars in eurer Umgebung anbieten. Wählt dazu einfach die eigene Stadt aus und schon findet ihr Anbieter in eurer Nähe. Auf der Plattform wurden laut eigenen Angaben bereits über 360.000 Euro umgesetzt.

Auch die Initiative Kauf nebenan! bietet neben einer Spendenplattform deutschlandweit Gutscheine an. Das Angebot beschränkt sich dabei allerdings nicht nur auf die Gastronomie. Auch Einzelhändler und Dienstleister sind willkommen.

Andere Ideen, wie die neue App Lokalkauf, die in den nächsten Tagen an den Start gehen wird, wollen den Online-Verkauf stärken. Gewerbetreibende ohne eigenen Onlineshop melden sich dort an und bieten ihre Waren oder Dienstleistungen im Netz an. Gezahlt wird online, geliefert wird kontaktlos bis vor die eigene Haustür.

Wir haben für euch eine nach Branche und Region sortierte Liste zu Hilfsinitiativen für kleine Unternehmen in der Corona-Krise erstellt. Dort könnt ihr lokale Händler und Restaurants schnell und einfach ausfindig machen.

Auch über die sozialen Medien könnt ihr euch mit wenigen Mausklicks darüber informieren, wen ihr wie unterstützen könnt. Folgt einfach Hashtags wie #supportyourlocal, #supportyourlocaldealer, #SupportSmallBusinesses, #SupportEachOther und bleibt auf dem Laufenden.

Informiert euch bei Händlern in eurem Viertel

Trotz Kontaktverbot und Social Distancing wollt auch ihr bestimmt nicht nur zu Hause hocken. Ein Spaziergang zu zweit ist immerhin noch möglich – mit dem gebotenen Sicherheitsabstand. Dabei werdet ihr feststellen: In einigen Läden herrscht nach wie vor Betrieb.

Haltet also die Augen offen. Gibt es am Buchladen vielleicht einen Aushang, der über Lieferungen informiert? Liefert der Vietnamese um die Ecke vielleicht? Und was passiert eigentlich gerade im Yoga-Studio? So kommt ihr nicht nur an die frische Luft, sondern könnt obendrein eure direkte Nachbarschaft unterstützen.

Auch lohnt sich der Griff zum Telefonhörer bzw. Smartphone. Ruft eure Blumenhändler, eure Fitness-Trainerinnen oder euer Lieblingsrestaurant an und fragt, wie ihr helfen werden könnt. Ob Gutscheinkauf, Online-Training oder Bestellservice, es gibt immer eine Möglichkeit.

Vielleicht haben einige lokale Geschäfte noch gar nichts von den bereits erwähnten Online-Initiativen mitbekommen und versuchen es auf eigene Faust – etwa über die sozialen Medien oder Aushänge. Seid als Stammkunden für sie da. Vielleicht könnt ihr ihnen sogar dabei helfen, auf einer der Gutschein- oder Onlineshop-Plattformen gelistet zu werden. Denn nicht alle haben das digitale Know-how, das in dieser Krise so wichtig ist.

Setzt auf lokale Produkte

Während Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleister von den Geschäftsschließungen am meisten betroffen sind, dürfen einige Läden noch geöffnet haben. Doch auch sie haben es nicht leicht, etwa der Spirituosen-Experte um die Ecke, der italienische Feinkostladen oder auch der Gemüsehändler. 

Denn zur selben Zeit werden die Supermärkte überrannt. Da diese den kompletten Bedarf abdecken und viele Verbraucher unnötigen Kontakt vermeiden wollen, bleibt es beim Besuch bei Edeka, Rewe und Co. Der kleine Wein- oder Obsthändler geht leer aus. 

Überlegt also vorher, ob ihr ein bestimmtes Produkt wirklich im Supermarkt kaufen müsst oder ob der Gemüseladen nicht auch hat, was ihr braucht. Oder informiert euch, ob es einen Lieferservice gibt, der euch jede Woche mit einer Gemüsekiste voll regionaler Produkte versorgt. 

Kauft jetzt, was ihr später benötigt

Viele kaufen erst dann etwas, wenn der Anlass direkt vor der Tür steht. Doch vielleicht stehen in den nächsten Wochen und Monaten ja mehrere Geburtstage eurer Liebsten an. Dann könnt ihr jetzt schon Geschenke besorgen. 

Klar, eine Flasche Wein ist möglicherweise nicht die originellste Idee. Doch in diesen Zeiten tut ihr dem lokalen Weinhändler etwas Gutes. Und auch euch selbst, denn ihr erspart euch, auf den letzten Drücker das passende Geschenk heraussuchen zu müssen.

Vielleicht seid ihr aber auch auf der Suche nach Produkten, die es nicht im Laden an der Ecke gibt. Kein Problem, online bekommt ihr heutzutage nahezu alles. Und dazu braucht ihr noch nicht einmal auf einen der Onlinehandel-Riesen zurückgreifen. Vielleicht gibt es ja einen Onlineshop aus eurer Region, der genau das anbietet, was ihr haben möchtet. Denn auch beim Online-Einkauf gilt: #SupportSmallBusinesses

Und falls euer Lieblingsladen keinen eigenen Onlineshop hat, schaut in unsere Liste mit Hilfsinitiativen. Viele Einzelhändler verkaufen online über Drittanbieter, die ihr dort finden könnt.

Auch Nichtstun kann Gutes bewirken

Leichter kann Support nicht sein: Einfach gar nichts tun. Doch was meinen mir damit? 

Zurzeit gibt es zahlreiche Künstlerinnen oder Musiker, denen aufgrund von Konzert- und Event-Absagen die Umsätze wegbrechen. Falls ihr also bereits ein Ticket für ein Konzert im Mai ergattern konntet, dann überlegt euch, ob ihr das Geld wirklich ausgezahlt haben möchtet. Im besten Falle tut ihr nichts und die Ticketeinnahmen bleiben den Künstlern erhalten.

Und wer weiß, vielleicht streamen eure Lieblings-Acts ja auch Wohnzimmer-Gigs auf Instagram, Twitch oder YouTube. Und wenn ihr darüber hinaus für eure Künstler aktiv werden wollt: Auf Plattformen wie Patreon könnt ihr sie mit Spenden oder dem Kauf von Fanartikeln oder Kunstwerken unterstützen.

Geht noch mehr?

Schon jetzt gibt es zahlreiche, wirklich großartige Initiativen und Ideen, die uns zeigen, was in der Krise wichtig ist. Zusammenhalt und Solidarität sind gefragt, um das Überleben vieler Selbständiger und kleiner Unternehmen zu sichern. 

Seid auch ihr ein Teil davon und supportet eure lokalen Lieblingsläden. Teilt die Tipps mit Freunden und Bekannten – offline und in den sozialen Netzwerken – und sorgt gemeinsam dafür, das unsere Straßen auch nach der Krise noch so individuell und einzigartig aussehen wie zuvor.

Und wenn ihr noch mehr Ideen habt oder weitere Support-Plattformen kennt, schreibt uns auf  Instagram, Twitter, in der Facebook-Austauschgruppe oder mailt uns an corona@jimdo.com. Bleibt gesund!

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