10 Orte zum Arbeiten für jedes Budget

Ein junger Unternehmer hat seinen Arbeitsplatz auf der grünen Wiese aufgeschlagen

Ihr steht auf. Ihr geht zur Arbeit. Doch wo geht ihr hin? Wenn ihr euch gerade erst selbstständig gemacht habt, arbeitet ihr vielleicht von eurer Couch aus. Doch irgendwann braucht ihr womöglich ein eigenes Büro.

Wir stellen euch 10 verschiedene Orte vor, an denen ihr als angehende Unternehmer eurem Business nachgehen könnt.

10 Arbeitsplätze für jedes Budget

1. Co-Working-Space / Inkubator

Ein gemeinsames Büro, bei dem der Austausch im Mittelpunkt steht
Ihr müsst nicht alleine sein. In einem Co-Working-Space teilt ihr euch ein ganzes Gebäude mit anderen Unternehmern. So kommt ihr mit vielen Leuten in Kontakt, die sich in einer ähnlichen beruflichen Situation wie ihr befinden, und baut euch schnell ein persönliches Netzwerk auf. Obendrein kümmert sich der Betreiber um Hausmeister-Tätigkeiten, Getränke, Snacks etc.

Viele Co-Working-Spaces organisieren zudem Fortbildungen, Vorträge und andere Veranstaltungen, um Unternehmer zusammenzubringen.

2. Gemeinsames Büro

Teilt euch Kosten und Verantwortung mit anderen Unternehmern
Ihr mietet ein Büro zusammen mit anderen. Dabei teilt ihr euch die Kosten und kümmert euch gemeinsam darum, dass alles in Schuss bleibt. Auf diese Weise habt ihr richtiges “Büro-Feeling” inklusive Kollegen zu einem günstigeren Preis. Natürlich müsst ihr bei diesem Modell einige Dinge selbst organisieren. Doch wenn ihr euch gut mit euren Kollegen abstimmt, kann ein gemeinsames Büro gut funktionieren.

3. Eigenes Büro

Euer eigener Arbeitsplatz ohne Ablenkung
In der Startphase eures Unternehmens kann der eigene Dachboden eine gute Option sein. Seid ihr mit eurem Business schon ein paar Schritte weiter, wollt ihr womöglich an einen etwas “professionelleren” Arbeitsplatz ziehen. Ein eigenes Büro macht es euch auch einfacher, eure Arbeit am Ende des Tages abzuschließen und ungestresst nach Hause zu gehen.

Mietet ihr euch euer eigenes Büro, heißt das im Regelfall, dass ihr euch selbst um alles kümmern müsst, was organisatorisch anfällt. Natürlich bedeutet das aber auch, dass ihr euch einrichten könnt, wie ihr wollt. Und außerdem gibt es niemanden, der euch bei eurer Arbeit stört.

4. Flexibler Arbeitsplatz

Ein flexibler Arbeitsplatz mit Grundausstattung. Manchmal sogar kostenlos.
Braucht ihr zum Arbeiten nichts Weiteres als einen Schreibtisch, reicht ein flexibler Arbeitsplatz vollkommen aus. Anbieter gibt es viele. Teilweise stellen sie Arbeitsplätze sogar kostenlose zur Verfügung und oft genug trefft ihr dort auch andere Unternehmer.

Ein flexibler Arbeitsplatz ist meist nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Je nach Location kann die Atmosphäre unterschiedlich sein und manchmal fühlt ihr euch erst heimisch, nachdem ihr ein paar Mal da gewesen sein.

5. Eigenes Büro zu Hause

Euer eigenes Reich
Eure ersten Schritte als Unternehmer finden oft in den eigenen vier Wänden statt. Habt ihr dazu einen eigens eingerichteten Arbeitsplatz, könnt ihr die Kosten dafür von der Steuer absetzen. Dafür muss euer Büro aber einige Voraussetzungen erfüllen. Zum Beispiel muss es ein abgetrennter Raum sein, den ihr weniger als 10 % der Zeit privat nutzt.

6. Der Küchentisch

Home sweet home
Auch wenn ihr diesen Arbeitsplatz steuerlich nicht groß absetzen könnt, könnt ihr doch an eurem Küchentisch oder auf eurem Dachboden eurer Arbeit nachgehen. Sind die Kinder aus dem Haus, habt ihr auf einmal Ruhe und Platz. Doch unterschätzt nicht, dass ein Arbeitsplatz im Wohnzimmer etwas Eingewöhnung bedarf, bevor ihr richtig produktiv sein könnt. Schließlich seid ihr am Abend zuvor noch auf der Couch gesessen und habt mit Freunden Filme gekuckt.

7. Draußen im Park

Warum drinnen arbeiten, wenn ihr in der Sonne sitzen könnt?
Der perfekte Arbeitsplatz für den Sommer: Mit Laptop und Smartphone könnt ihr überall hingehen, wo ihr wollt. Ihr wollt euch die Statistiken eurer Website oder eures Instagram-Accounts ansehen? Das könnt ihr genauso gut im Park, am Strand oder im Wald machen.

Habt ihr euch selbstständig gemacht, um euch unabhängig zu fühlen, dann ist die Arbeit im Freien genau das Richtige. Zumindest bis der Herbst kommt …

8. Vor Ort bei eurem Kunden

Arbeitet ihr stets vor Ort, braucht ihr kein eigenes Büro
Seid ihr meist direkt bei eurem Kunden – z. B. als Berater – lohnt es sich kaum, Geld in ein eigenes Büro zu stecken. Schließlich seid ihr nie dort. Eure Firmenadresse ist nur für eure Steuer, eure Post, euren Brancheneintrag und euer Impressum da.

9. Eine öffentliche Bibliothek

Eine kostengünstige Alternative, wenn ihr nicht von zu Hause aus arbeiten wollt
In vielen Bibliotheken gibt es ruhige Arbeitsplätze. Zum Beispiel, um ungestört an eurem Unternehmen zu arbeiten. Könnt ihr euch zu Hause nicht konzentrieren, ist die Bibliothek eine günstige Alternative. Später könnt ihr euch immer noch für eine professionellere Lösung entscheiden.

10. Cafés

In einem Café zu arbeiten ist toll – solange ihr regelmäßig etwas bestellt
In Städten mit vielen Unternehmern sind es die Café-Besitzer manchmal leid: Gäste die den ganzen Tag auf ihren Laptop starren und kaum etwas bestellen. Findet ihr aber ein Lokal, in dem ihr euch Willkommen fühlt, dann kann ein Tag in einem Café eine nette Abwechslung sein.

Wie findet ihr den richtigen Ort zum Arbeiten?

Der richtige Ort zum Arbeiten hängt nicht nur von eurer Branche, sondern auch von eurer Persönlichkeit ab.

Was tun bei Ablenkung?

Könnt ihr Ablenkungen gut ignorieren? Dann ist ein Büro, das ihr mit jemand anderem teilt, kein Problem. Braucht ihr stattdessen Ruhe, ist ein Platz für euch alleine viel besser. Natürlich könnt ihr auch mit Geräusch-unterdrückenden Kopfhörern experimentieren oder euch einen ruhigen Ort außerhalb des gemeinsamen Büros suchen, falls ihr einmal Stille zum Nachdenken braucht.

Seid ihr aufgrund eurer Arbeit ständig am Telefonieren, ist ein flexibler Arbeitsplatz wahrscheinlich nichts für euch. Ihr würdet allen anderen mit eurem ständigen Gerede ordentlich auf die Nerven gehen. Theoretisch könntet ihr für eure Gespräche zwar einen Meetingraum buchen, doch das ist oft mit zusätzlichen Kosten verbunden. In eurem eigenen Büro bräuchtet ihr euch über solche Dinge keinerlei Gedanken zu machen.

Netzwerken und persönlicher Kontakt

Als Gründer habt ihr bestimmt zahlreiche Fragen. Oft genug haben andere Unternehmer die passenden Antworten darauf, doch die trefft ihr nicht an eurem Küchentisch. Ohne fachlichen Austausch kann die Selbstständigkeit schnell zu einer einsamen Sache werden.

In einem Co-Working-Space oder einem gemeinsamen Büro sind genug andere Menschen um euch herum, die euch Ersatz für eure alten Kollegen sein können: ein Plausch in der Kaffeeküche, ein Füllhorn an (mehr oder weniger) nützlichem Wissen und natürlich jede Menge Ablenkung zur falschen Zeit.

Wie empfangt ihr eure Kunden?

Besucht ihr eure Kunden oder kommen diese im Regelfall zu euch? Zahlreiche Anbieter von flexiblen Arbeitsplätzen stellen auch Meetingräume zur Verfügung. Aber diese sind oft belegt. In einem Café oder bei euch zu Hause habt ihr dagegen stets Platz. Doch egal wo ihr arbeitet, in der Regel findet ihr immer einen Ort, an dem ihr eure Kunden empfangen könnt. Welcher das ist, beeinflusst auch, wie eure Kunden euch wahrnehmen.

Wie oft arbeitet ihr im Büro?

Arbeitet ihr meist bei euren Kunden vor Ort, lohnt sich ein eigenes Büro vielleicht gar nicht. Für einen Coach, der ausschließlich Workshops bei anderen Firmen anbietet, reicht ein kostenloser flexibler Arbeitsplatz unter Umständen bereits aus. Sitzt ihr dagegen den ganzen Tag am Computer und schreibt Texte für eure Kunden, ist ein eigener ruhiger Arbeitsplatz kaum zu ersetzen.

Zeit für die Arbeit, Zeit für die Familie

Könnt ihr euch an eurem Schreibtisch konzentrieren, wenn die Kinder nebenan Radau machen? Und wenn diese Kinder im Bett sind, könnt ihr dann dem Drang widerstehen, noch ein paar Stunden zu arbeiten? Vom Küchentisch oder vom Arbeitszimmer aus zu arbeiten, benötigt viel Disziplin. Ihr solltet eine klare Vorstellung davon haben, wie ihr Job und Privatleben miteinander vereinbaren könnt.

Was tun bei sensiblen Daten?

Arbeitet ihr regelmäßig mit heiklen Informationen, bei denen Datenschutz eine große Rolle spielt? Dann braucht ihr unbedingt euer eigenes Büro. Jemand, der in einem offenen Büro zufällig an eurem Schreibtisch vorbeigeht, sollte nicht in der Lage sein, Firmengeheimnisse eurer Kunden lesen zu können.

Euer Arbeitsplatz wächst mit euch

Habt ihr euch gerade erst selbstständig gemacht, seid ihr in der Regel mit einem preiswerten Arbeitsplatz gut beraten. Während dieser Phase investiert ihr viel Zeit und Geld in euer Unternehmen. Manchmal zahlt sich dieser Einsatz erst Jahre später aus. Daher ist ein Arbeitsplatz, der den Geldbeutel schont, eine gute Sache.

Läuft euer Business, steht euch ein größeres Budget zur Verfügung und eure Zeit wird wertvoller. Anstatt euch mit anderen in einem Co-Working-Space auszutauschen, wollt ihr eure Energie vielleicht lieber in eure eigene Firma stecken. Dann ist ein neuer Arbeitsplatz in eurem eigenen Büro wahrscheinlich die bessere Wahl.


Ohne einen Platz zum Arbeiten kommt kein Business aus. Doch auch eine eigene Website ist ein absolutes Muss.  Mit Jimdo könnt ihr schnell und einfach loslegen.

Frank van Oosterhout
Frank ist Copywriter bei Jimdo und insbesondere zuständig für Texte in niederländischer Sprache. Er schreibt Artikel rund um die Themen Website, SEO, Marketing und E-Commerce. Außerhalb des Jimdo-Büros könnt ihr ihn am wahrscheinlichsten auf einem Rugby-Platz oder zu Hause beim Eismachen finden.