Dieses deutsche Internet-Unternehmen rockt den japanischen Markt – mit einer einzigartigen Fangemeinde

Nirgendwo auf der Welt nutzen prozentual mehr Personen das Internet als in Japan. Das hochtechnisierte Land ist darum für Digitalfirmen sehr attraktiv. Gleichzeitig ist der japanische Markt äußerst fordernd. Heißt es in Deutschland “der Kunde ist König”, sagen die Japaner sogar “der Kunde ist Gott”.

Für ausländische Firmen gilt Japan daher als “Königsdisziplin”. Wer hier erfolgreich sein will, braucht ein hervorragendes Produkt und eine Marke, die für Vertrauen und Innovation steht. Das deutsche Internet-Unternehmen Jimdo hat sich in nur zehn Jahren zu einem der Marktführer in Japan entwickelt. Wie hat die Firma das geschafft?


Wie Jimdo den japanischen Markt erobert hat

Der Startschuss für Jimdo in Deutschland war die Veröffentlichung eines neuartigen Website-Baukastens 2007. “Baukasten-Systeme, mit denen jeder Kunde kostengünstig eine eigene Web-Präsenz bauen kann, waren damals eine technische Revolution”, sagt Matthias Henze, einer der drei Gründer von Jimdo. Zwei Jahre nach Unternehmensstart gab es Jimdo bereits in 8 Sprachen – und ein Jimdo-Office in Tokio.

Durch den persönlichen Kontakt mit Nutzern auf aller Welt, aber auch die örtliche Präsenz auf verschiedenen Kontinenten hat sich schnell eine lebendige Community aus Jimdo-Nutzern gebildet. Damit konnte Jimdo eine Lücke auf dem Markt füllen, die so noch nicht besetzt war. Henze: “Alle Jimdo Nutzer verbindet, dass sie mit ihrer Website eine eigene Idee verwirklichen. Sie haben ähnliche Challenges, bei denen sie sich untereinander helfen und bei denen wir sie unterstützen können.”

Präsentation zum 10. Geburtstag von Jimdo in Japan

„Jimdo“ in japanischen Schriftzeichen: Heute ist das Unternehmen mit mehr als 1,7 Millionen Websites einer der Marktführer in Japan.

Bau deine Webseite im Jimdo-Cafe!

Dieser Community-Gedanke zeigt sich ganz besonders anschaulich in Japan. Hier trifft sich eine große Zahl an Jimdo-Nutzern in den so genannten Jimdo Cafés. Im Café eine Webseite bauen? Ja, das geht. Während die Kunden ihren Kaffee trinken, bekommen sie von erfahrenen Jimdo-Nutzern und Experten Tipps rund um die eigene Website, Unternehmertum und netzwerken währenddessen mit anderen Gründern.

Aktuell finden über das ganze Land verteilt regelmäßig mehr als 60 der Jimdo Cafés statt. “Wir erleben einen großen Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung”, beschreibt Jun Sato aus dem japanischen Jimdo-Team die Community.

 

Empfangen wie Rockstars

“Die Resonanz in Japan war von Beginn an beeindruckend” weiß Jimdo-Gründer Henze zu berichten und schwärmt noch heute vom Startevent in der deutschen Botschaft in Tokio. Zur Pressekonferenz kamen 2009 mehr als 60 Journalisten. Einige Medienvertreter baten sogar um ein Autogramm der Jimdo-Gründer, als wären drei Rockstars aus Europa gelandet. “Wir bekamen riesiges Medienecho, das hat uns überrascht und natürlich sehr gefreut”, erzählt Henze.

Jimdo-Event "Pages"

Jährliche Jimdo-Konferenz “Pages”: 400 Besucher und Speaker tauschen sich zu Themen rund um Website, Gründung und Marketing aus.

Inzwischen lädt Jimdo jährlich zur großen Konferenz “Pages”, die 400 Plätze waren zuletzt schnell ausgebucht. Auch bei einem Anfang 2019 erstmals organisierten Musikfestival war der Andrang riesig. Über die Jahre hat Jimdo so eine lebendige Community aufgebaut, die sich gegenseitig unterstützt und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt hat – untereinander, aber genauso mit Jimdo als Marke.


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