7 Marketing-Ideen für Restaurants, Cafés und Bars

Ein junger Gastronom steht an der Theke seines Restaurants und überlegt sich Marketingstrategien

Vom Supermarkteinkauf bis zur Yogastunde gibt es heutzutage kaum etwas, was nicht online funktioniert. Doch Essen und Trinken – vor allem in guter Gesellschaft – bleiben Offline-Erlebnisse. 

Wer einmal sein oder ihr Lieblingslokal gefunden hat, bleibt ihm nicht selten auf lange Zeit treu – manchmal sogar ein Leben lang. Doch bis es so weit ist, müssen euch eure zukünftigen Stammkunden erst einmal finden. 

Hier kommen wir zum Thema „Marketing“. Für viele hört sich das kühl und kompliziert an – muss es aber gar nicht sein. Wie gutes Marketing für euer Restaurant, euer Café oder eure Bar aussehen kann, haben wir für euch in diesem Artikel zusammengefasst. Mit diesen 7 Tipps ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis euer Gastro-Betrieb in aller Munde ist.

1. Erstellt eine eigene Gastronomie-Website

Wie wichtig eine eigene Homepage für Gastronomen ist, verdeutlicht eine aktuelle Studie von METRO. 22 Prozent der Verbraucher geben an, dass sie ein Restaurant nicht besuchen würden, wenn es über keine Website mit Speisekarte verfügt. Ohne eigene Website verliert ihr also bereits fast ein Viertel eurer Gäste, noch bevor sie jemals in der Nähe eures Lokals waren:

An einer eigenen Website führt daher kein Weg vorbei. Diese könnt ihr so gestalten, wie ihr es wollt. Nicht nur, was Designfragen wie Farbgestaltung, Logo und Schriftarten angeht. Auch inhaltlich setzt ihr die Schwerpunkte.

Mit eurer Speise- oder Getränkekarte zeigt ihr schon im Voraus, was ihr kulinarisch zu bieten habt. Dazu noch einige Bilder von euren Räumlichkeiten und eurem Team und schon haben potenzielle Gäste einen Eindruck von der Atmosphäre eures Betriebs. Ebenso könnt ihr einen eigenen Newsbereich auf der Startseite einfügen, in dem ihr über aktuelle Angebote und anstehende Events informiert. 

Damit eure Website auch gefunden wird, solltet ihr nicht vergessen, sie für Suchmaschinen wie Google und Co. zu optimieren. Wie das geht, lest ihr in unserem Artikel zu den Grundlagen der SEO.

Eine eigene Website zu erstellen geht übrigens ganz leicht mit Jimdo. Probiert es einfach aus.

2. Seid auf Social Media präsent

Social Media ist die perfekte Ergänzung zu eurer Website. Dank der großen Reichweite der sozialen Netzwerke könnte ihr mit relativ geringem Aufwand viel erreichen. Es reicht bereits, wenn ihr regelmäßig Bilder eurer Gerichte postet oder hin und wieder auf Events aufmerksam macht. 

Facebook ist der alte Hase unter den sozialen Medien. Zwar lässt das Netzwerk seit Jahren Federn, doch nutzen die Plattform laut einer aktuellen Studie von Faktenkontor immer noch 60 Prozent der Deutschen – also mehr als jeder zweite! Neben der großen Reichweite, hat Facebook auch den Vorteil, dass ihr Nutzer aus allen Altersgruppen erreicht. Ein eigenes Profil mit Speisekarte ist daher eine Überlegung wert. Auch Facebook-Werbung zu schalten, kann sich auszahlen.

Auf dem aufsteigenden Ast befindet sich Instagram, das mittlerweile von 40 Prozent der Bundesbürger genutzt wird. Gerade beim jungen Publikum ist das Netzwerk besonders beliebt, beispielsweise liegt der Anteil der User unter den 16- bis 19-Jährigen bei 91 Prozent. 

Dass Instagram von Bildern bestimmt wird, ist für Gastronomen ideal. Denn was lässt das Wasser mehr im Mund zusammenlaufen als ein paar richtig leckere Fotos eurer Spezialgerichte und -drinks. Dazu braucht ihr noch nicht einmal einen professionellen Fotografen, auch mit einer Lightbox zum Selberbauen gelingen euch appetitanregende Aufnahmen. 

Mehr Tipps zu Instagram findet ihr in unseren Artikel über Instagram Insights und wie ihr Instagram für euer Business richtig nutzt.

3. “Near me”-Suche: So finden euch Gäste aus eurer Nähe

Bestimmt habt ihr über Google oder Google Maps auch schon einmal nach Geschäften oder Lokalen in eurer Nähe gesucht. Nichts anderes ist die sogenannte “Near me”-Suche. Diese ist besonders in der Gastronomie wichtig, da sie oft von Leuten genutzt wird, die genau jetzt etwas essen oder trinken möchten.

Mit einer eigenen Website habt ihr bereits einen ersten Schritt gemacht, um über die “Near me”-Suche gefunden zu werden. Denn damit taucht ihr auch bei Google, Bing und Co. in den Suchergebnissen auf. Optimiert ihr eure Homepage für lokale Suchergebnisse – Stichwort: Local SEO – werden sogar noch mehr potenzielle Gäste auf euch aufmerksam.

Damit ihr bei Google Maps ordentlich gefunden und angezeigt wird, empfiehlt sich die Erstellung eines kostenlosen “Google My Business”-Kontos. Damit stellt ihr sicher, dass die Infos zu eurem Betrieb über alle Google-Dienste hinweg einheitlich dargestellt werden. Ebenso können eure Kunden euch nun über Google bewerten – und gute Kundenbewertungen sind die beste Werbung für euer Lokal.

Neben den Diensten von Google gibt es zahlreiche weitere Verzeichnisse wie beispielsweise TripAdvisor oder Yelp. Gerade Touristen nutzen diese Plattformen, um sich vor Reisebeginn einen Überblick zu verschaffen. Wollt ihr diese Zielgruppe ansprechen, solltet ihr auch auf diesen Plattformen vertreten sein. Ganz schnell geht das mit den Jimdo Brancheneinträgen, mit denen ihr Einträge auf mehr als 15 Plattformen von einem Ort aus verwalten könnt.

4. Veranstaltet Aktionen und Events

Als erfahrene Gastronomen stehen die Chancen gut, dass auch ihr Mittagstisch, Happy Hour oder ähnliche Aktionen anbietet. Im besten Fall mit wechselnden Speisen und Getränken, um Stammgästen auch ordentlich Abwechslung zu bieten. Dies sind absolute Basics, auf die kein Gastronom verzichten sollte.

Doch darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten für Veranstaltungen und Aktionen. Saisonale Ereignisse wie Weihnachten oder Karneval laden zu passenden Events, Gerichten und Drinks ein. Je nach Ausrichtung eures Betriebs könnt ihr eure Location auch das ganze Jahr über für Konzerte, Themenabende, Weinproben und vieles mehr zur Verfügung stellen. So lockt ihr auch Gäste an, die nicht aus der unmittelbaren Umgebung kommen, aber auf der Suche nach einem besonderen Erlebnis sind. Gefällt es ihnen bei euch, kommen sie womöglich gerne zum Essen oder für ein paar Drinks wieder.

Veranstaltungen müssen aber nicht nur in euren eigenen vier Wänden stattfinden. Ihr könnt euer Business auch nach außen tragen. Zum Beispiel mit einem Stand auf einem Feinkostmarkt oder einem Straßenfest. Dort holt ihr Gäste ab, die vielleicht noch nie von euch gehört haben. Auch erinnert ihr jene Gäste, die schon länger nicht mehr bei euch gewesen sind, daran, dass es euch noch gibt und dass sich ein erneuter Besuch lohnt.

5. Bietet Gutscheine und andere Aktionen

Nennen wir die Dinge mal beim Namen: Wer spart nicht gern den ein oder anderen Euro? Bestimmt auch eure Gäste. Rabatte sind daher immer eine gute Idee, um neue Gäste anzulocken und wiederkehrende bei der Stange zu halten.

Der gute alte Geschenkgutschein kommt nie aus der Mode. Vor allem, wenn er schick gestaltet ist. Doch Gutscheine können noch mehr, als zu Geburtstagen und zu Weihnachten verschenkt zu werden.

Auch sind Gutscheinhefte eine gute Methode zur Neukundengewinnung. Viele Städte verteilen sie an Neubürger, damit diese sich besser zurechtfinden und gleich ein paar Euro in die lokale Wirtschaft stecken. Auch lokale Tourismusämter bieten oft ähnliche Aktionen an, an denen ihr als Partner teilnehmen könnt.

Screenshot der Website der Stadt Hamburg mit einem Gutscheinangebot
Die Stadt Hamburg bietet Gutscheine für ein persönliches Genuss-Erlebnis an.

Dazu kommen noch diverse Onlineportale, die sich auf Gutscheine und Rabatte spezialisiert haben. Beispielsweise Plattformen wie Groupon, die deutschlandweit Angebote für verschiedene Branchen sammeln. Ebenso gibt es spezialisiertere Plattformen wie Eat The World, die kulinarische Erlebnistouren für unterschiedliche Städte anbieten – eine tolle Möglichkeit, Zugang zur lokalen Food-Liebhaberszene zu erhalten.

Screenshot der Website von Eat the World
Bei Eat the World kaufen Gäste Gutscheine für kulinarische Erlebnistouren.

Sammelpunkte oder Stempelkarten eigenen sich aller Wahrscheinlichkeit nach eher nicht für ein Sterne-Restaurant, doch für ein Café oder eine Bar können sie gut funktionieren. Beispielsweise bekommt der Gast einmal pro Besuch einen Stempel, wenn er einen großen (und teuren) Cocktail bestellt. Zehn Besuche und zehn Cocktails später gibt es dann einen Gratisdrink. Oder gebt euren Gästen bei jedem zehnten Coffee-to-go eine kleine Aufmerksamkeit mit. Was genau das ist – z. B. ein Cookie oder ein Muffin – entscheidet ihr.

Bei allen Vorteilen, die Gutscheine und Rabattaktionen mit sich bringen, solltet ihr jedoch nie eure Kalkulation aus den Augen verlieren. Denn schließlich darf euch euer Marketing nicht mehr kosten, als es euch einbringt.

6. Verschickt einen Newsletter

Auch in Zeiten von Social Media ist ein Newsletter immer noch ein tolles Marketing-Tool – vor allem, wenn ihr euren Abonnenten mit exklusiven Angeboten lockt. Denn mit einem Newsletter informiert ihr nicht nur über Neuigkeiten und Events in eurem Betrieb, ein regelmäßig erscheinender Newsletter dient auch als unaufdringliche Erinnerung daran, dass es euch noch gibt und dass es Zeit ist, wieder einmal bei euch vorbeizuschauen.

Einen Newsletter zu erstellen ist nicht schwer, wenn ihr unsere drei einfachen Schritte für einen erfolgreichen Newsletter befolgt.

7. Kundenbindung sorgt dafür, dass Gäste bleiben

Ohne Stammgäste kann kaum eine Bar, ein Café oder ein Restaurant langfristig überleben – außer vielleicht, ihr seid konkurrenzlos das einzige Lokal im Ort oder befindet euch inmitten einer belebten Fußgängerzone. Für alle anderen gilt aber: Respektiert eure Gäste und setzt alles daran, dass sie wiederkommen.

Zum einen klappt das mit Kundenbindungsmaßnahmen, wie wir sie unter “Gutscheine und Aktionen” bereits beschrieben haben. Darüber hinaus gibt es noch ein weiteres Aushängeschild eures Betriebs: euch selbst.

 Oder in anderen Worten: Seid ein guter Gastgeber. Seid aufmerksam und freundlich und sucht das Gespräch mit euren Gästen. Das zeigt ihnen, dass ihr sie nicht nur als Einnahmequelle, sondern auch als Menschen wertschätzt. Und wenn ihr ihnen ab und zu einen Nachtisch oder einen Verdauungsschnaps ausgebt, fühlen sie sich ganz besonders wertgeschätzt – und zwar ohne, dass euch allzu große Kosten entstehen.


Gutes Marketing muss nicht teuer sein, es ist aber auch kein Selbstläufer. Eine gewisse Menge an Zeit und Aufwand solltet ihr investieren. Habt ihr aber das richtige Maß gefunden, kann euer Business nur profitieren.

Stefan Sturm
Stefan ist Redakteur bei Jimdo und schreibt zu allen Themen rund um Website, Online-Shop und Selbstständigkeit. Seine Freizeit widmet er guten Filmen, Spielen und Büchern.