So findet ihr die passende Versandart für euren Onlineshop

Eine Unternehmerin packt ein Paket für eine ihrer verschiedenen Lieferoptionen ein

Der Versand ist fester Bestandteil eines jeden Online-Business. Die meisten Onlineshops verlassen sich dabei auf bewährte Paketlieferdienste wie DHL, Hermes oder UPS. Doch tatsächlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, wie ihr eure Produkte an den Mann oder die Frau bringen könnt.

Alternative Versandarten können euch ermöglichen, Produkte schneller und einfacher zuzustellen, was zu einem besseren Einkaufserlebnis eurer Kunden führt. So könnt ihr auch als lokales Unternehmen mit E-Commerce-Größen wie Amazon mithalten.

In diesem Artikel findet ihr daher eine Zusammenstellung der beliebtesten Versandarten abseits von DHL und Co. – vielleicht ist auch für euch die richtige dabei.

Wie findet ihr die Versandart, die am besten zu euerem Business passt?

Für manche Produkte (ein Klavier, ein Klavier) sind klassische Versandoptionen freilich keine Lösung. Doch wie steht es mit anderen Waren? Wann ist eine alternative Versandart das Richtige für euch? Hier ein paar Anhaltspunkte, wie ihr die beste Versandmöglichkeit für euch finden könnt:

  • Zeit: Muss eure Ware sofort zugestellt werden oder kann der Versand auch ein wenig länger dauern?
  • Aufwand: Habt ihr die Zeit und die Manpower, eure Waren selbst auszuliefern? Der Druck auf Onlinehändler ist groß, Produkte noch am selben Tag zuzustellen und sich so einen Vorteil gegenüber den Versandriesen zu sichern. Doch der Aufwand dahinter ist eine echte Herausforderung. Probiert die persönliche Auslieferung also zunächst mit einer Testgruppe aus, bevor ihr sie all euren Kunden anbietet.
  • Preis: Ihr wollt sicher nicht durch die halbe Stadt kurven oder extra einen Kurier für eine Ware anheuern, die 20 Euro kostet. Ein Mindestbestellwert für die Zustellung am selben Tag macht daher mehr als Sinn. Auch ein Zuschlag bei den Versandkosten kann sich lohnen, denn laut einer Studie von PwC Deutschland würden 44 Prozent der Verbraucher mehr bezahlen, wenn sie ihre Bestellung noch am selben Tag erhalten.
  • Kundenbasis: Gibt es genug Kunden in eurer Umgebung, damit sich eine direkte Zustellung überhaupt lohnt?
  • Kundenerwartungen: Lebensmittel und andere frische Waren müssen natürlich schnell zugestellt werden. Bei anderen kann es aber durchaus Sinn machen, wenn ihr Bestellungen zu wöchentlichen Lieferungen zusammenfasst. Dieselbe PwC-Studie kommt nämlich auch zu dem Ergebnis, dass die meisten Verbraucher ihre Waren in 3 bis 5 Werktagen erwarten. Dauert die Zustellung länger, brechen viele Kunden den Einkauf vorher ab.

Die besten alternativen Versandoptionen im Vergleich

Pakete selbst zustellen

Eure Waren selbst auszuliefern, ist besonders dann eine gute Idee, wenn sich die meisten eurer Kunden in eurer Nähe befinden, ihr sperrige oder zerbrechliche Produkte verkauft, oder ein Paketdienst einfach zu teuer wäre. Dasselbe gilt für “frische” Produkte wie Blumen oder Lebensmittel.

Packt einfach all eure Bestellungen in euer Auto oder einen Transporter und schon kann’s losgehen. Für Lieferungen gibt es sogar spezielle Routenplaner, die euch beim Finden der idealen Lieferstrecke unterstützen.

Ein weiterer positiver Effekt: Liefert ihr eurer Waren selbst aus, kommt ihr in persönlichen Kontakt mit euren Kunden und könnt mit ihnen ein bisschen plaudern. Dadurch hebt ihr euch von anderen Unternehmen ab. Je nachdem, was ihr verkauft, bietet es sich vielleicht sogar an, wenn ihr eine Weile vor Ort bleibt und beim Aufbau eures Produkts mithelft.

Doch denk daran: Selbst auszuliefern wird einen Großteil eures Tages in Anspruch nehmen. Außerdem solltet ihr euch nach einer Versicherung umsehen, die euch entschädigt, falls eure Waren beim Transport beschädigt oder mitsamt eurem Auto geklaut werden.

Bietet eure Waren zur Abholung an

Die Abholung in eurem Geschäft ist für eure Kunden wohl die einfachste und schnellste Option. Sie können gemütlich von zu Hause aus in eurem Onlineshop einkaufen und ihre Bestellung dann jederzeit bei euch abholen – zum Beispiel auf dem Heimweg von ihrer Arbeit. Mit eurem Jimdo Onlineshop klappt Abholung ganz leicht.

Kunden, die ihre Bestellungen bei euch abholen, sehen sich auch gerne in eurem Geschäft um und kaufen eventuell noch das ein oder andere.

Versand per Fahrradkurier

Fahrradkuriere arbeiten schnell und umweltfreundlich und sind in vielen größeren Städten zu finden. Da sie Staus meist umfahren können, sind sie oft die schnellste Methode, Pakete von einem Stadtteil in den nächsten zu liefern. Teilweise arbeiten Fahrradkuriere auch mit anderen Zustellern außerhalb ihres Liefergebiets zusammen, um mehr Haushalte abzudecken.

Der Versand per Fahrradkurier ist ein klares Statement für Nachhaltigkeit. Das passt wunderbar zu eurer Kundenansprache, vor allem wenn ihr Fitness-, Outdoor- oder Öko-Produkte verkauft.

Nutzt einen lokalen Kurierdienst

Lokale Zusteller lassen sich heutzutage schnell online finden. Entscheidet ihr euch für einen von ihnen, unterstützt ihr damit ein kleines Unternehmen in eurer Umgebung. Somit bekommt ihr einen schnellen und flexiblen Versandservice, bei dem ihr in vielen Fällen den Versandstatus auch online tracken könnt. 

Lieferoptionen ausprobieren und vergleichen

Seid ihr neu im Onlinehandel, dann ist jede Bestellung etwas Besonderes. Wahrscheinlich steht euch viel Zeit zur Verfügung, eure Ware selbst zu verpacken und die richtige Versandoption auszusuchen. Nutzt diese Phase und probiert aus, welche Versandart am besten zu euch passt. 


Ihr verkauft Produkte, die sich perfekt zur Abholung oder für eine lokale Zustellung per Kurier oder durch euch selbst eignen? Dann startet noch heute mit eurem eigenen Onlineshop durch.

Maggie Biroscak
Maggie ist Editor bei Jimdo. Vor ihrer Arbeit für den Webseiten-Baukasten war sie redaktionell für Organisationen im Bereich Umwelt, Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit tätig. Neben dem Schreiben verbringt sie ihre Zeit am liebsten beim Camping, Kochen oder Lesen von Wissenschaftsmagazinen.