Website-Konzept erstellen: 7 Schritte für eine erfolgreiche Website

Eine Frau sitzt auf einer Couch und zeichnet ein Website-Konzept auf ihrem Block.

Im Laufe der Jahre konnten wir von Jimdo vielen Menschen beim Erstellen ihrer Website helfen. Dabei haben wir immer wieder gesehen: Ein Website-Konzept ist eine der größten Hilfen, um die eigene Homepage sicher ins Ziel zu bringen. Die Versuchung ist groß, diesen Schritt zu überspringen, schließlich möchte man sofort loslegen. Doch wenn du ein paar Minuten in ein Website-Konzept investierst, sparst du dir Stunden unnötiger Arbeit und bist unterm Strich schneller fertig.

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du Schritt für Schritt ein Website-Konzept erstellst, welche Tools dabei helfen und welche Fehler du vermeiden solltest.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Ein Website-Konzept ist die Grundlage jeder erfolgreichen Website und spart langfristig Zeit und Nerven.
  • Es reicht, mit einer einfachen Gliederung deiner Unterseiten zu starten, das Konzept wächst mit dir mit.
  • Zielgruppe, Inhalte, Struktur und SEO solltest du vor dem ersten Klick im Baukasten festlegen.
  • 5 bis 7 Hauptseiten und die 3-Klick-Regel sind die wichtigsten Orientierungspunkte für die Navigation.
  • Ein gutes Website-Konzept verbessert nicht nur die Nutzerfreundlichkeit, sondern auch dein Google-Ranking.

Was ist ein Website-Konzept?

Ein Website-Konzept ist eine Gliederung all dessen, was du auf deiner Website veröffentlichen möchtest, also sämtlicher Unterseiten und der dazugehörigen Inhalte. Damit bekommst du bereits einen Überblick über alle Einzelteile, bevor du sie zusammenbaust.

Ein Screenshot eines Website-Konzepts, das mit dem Mindmap-Tool MindMeister erstellt wurde
Ein Beispiel für ein einfaches Website-Konzept, erstellt mit dem online Mindmap-Tool MindMeister.

Ein einfaches Website-Konzept kann bereits eine schlichte Gliederung deiner Navigation inklusive Unterseiten sein. Ausführlichere Konzepte führen Punkt für Punkt die Inhalte der einzelnen Seiten auf. Egal, ob schlicht oder mit jeder Menge Anmerkungen: Wie detailliert dein Website-Konzept sein soll, liegt ganz bei dir. Als nächsten Schritt lohnt sich auch ein Blick auf Wireframes als Blaupause für deine Website, die dein Konzept visuell werden lassen.

Warum ein gutes Website-Konzept über Erfolg entscheidet

Ein Website-Konzept ist keine bürokratische Pflichtübung, sondern der Unterschied zwischen einer Website, die arbeitet, und einer, die einfach nur online ist. Hier sind die drei wichtigsten Gründe, warum sich die Vorbereitung auszahlt.

Bessere Conversion

Eine Website, die klar strukturiert ist und Besucher:innen gezielt durch die Inhalte führt, erzielt deutlich mehr Anfragen, Buchungen und Käufe. Wer von Anfang an überlegt, welche Aktion eine Besucherin oder ein Besucher auf jeder Seite ausführen soll, baut automatisch wirksamere Call-to-Actions ein und gestaltet den Weg zur Kontaktaufnahme kürzer.

Klarere Struktur

Ein gut durchdachtes Konzept verhindert, dass deine Website mit der Zeit zu einem unübersichtlichen Sammelsurium wird. Wenn du die Struktur von Anfang an festlegst, weißt du genau, wo neue Inhalte hingehören, und deine Besucher:innen finden sich intuitiv zurecht. Eine klare Breadcrumb-Navigation ist dabei ein hilfreiches Navigationswerkzeug, das du im Konzept miteinplanen solltest.

Mehr SEO-Traffic

Suchmaschinen bevorzugen Websites mit klarer thematischer Struktur und logischen internen Verlinkungen. Wenn du im Konzept bereits festlegst, welche Seite für welches Keyword optimiert wird und wie die Seiten miteinander verlinkt sind, legst du die Grundlage für gute Rankings, bevor du auch nur eine Zeile Text schreibst. Wie du deine fertige Website auf Herz und Nieren prüfst, zeigt dir unser Website-Audit-Leitfaden.

Website-Konzept erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Ziele definieren

Bevor du über Inhalte und Struktur nachdenkst, musst du wissen, was deine Website leisten soll. Soll sie neue Kund:innen gewinnen? Dich als Expert:in positionieren? Produkte verkaufen? Termine buchen lassen? Je konkreter dein Ziel, desto klarer werden alle folgenden Entscheidungen. Notiere dein primäres Ziel und ein bis zwei sekundäre Ziele. Diese Ziele sind der Maßstab, an dem du am Ende jede Seite, jeden Text und jeden Button messen kannst.

Schritt 2: Zielgruppe analysieren

Eine Website für alle ist eine Website für niemanden. Definiere, wer deine ideale Besucherin oder dein idealer Besucher ist: Was sucht diese Person? Welche Sprache spricht sie? Welche Fragen hat sie, wenn sie auf deine Seite kommt? Schreibe eine kurze Beschreibung deiner Zielgruppe, bevor du anfängst, Inhalte zu planen. Das hilft dir nicht nur beim Schreiben der Texte, sondern auch bei der Entscheidung, welche Seiten deine Website überhaupt braucht. Bestimmt kennst du schon eine Menge über dein Business und deine Zielgruppe. Falls nicht, kann ein Blick auf einen guten Elevator Pitch helfen, die Kernaussage deines Angebots zu schärfen.

Schritt 3: Inhalte planen

Nun geht es ans Brainstorming. Schreibe alles auf, was auf deiner Website stehen könnte: Texte, Fotos, Referenzen, Preise, ein Blog, FAQs, Videos. Was hast du bereits? Was musst du noch erstellen? Wirft einen Blick auf die Websites deiner Konkurrenz: Welche Inhalte bieten sie an? Was fehlt dort, was du besser machen könntest?

Jede Website sollte diese Grundseiten enthalten:

  • Startseite mit deiner wichtigsten Botschaft
  • Über-mich-Seite mit deiner Geschichte und deinen Werten
  • Seiten zu deinen Leistungen oder Produkten
  • Referenzen oder Arbeitsbeispiele
  • Kontaktseite
  • Rechtliche Seiten (Impressum, Datenschutzerklärung)

Hake alles ab, was du bereits hast, und mach dir Notizen zu den Dingen, die noch fehlen. Dein Konzept muss dabei nicht perfekt sein, es wächst mit dir mit.

Schritt 4: Seitenstruktur und Sitemap erstellen

Jetzt bringst du Ordnung in deine Ideen. Gruppiere deine Inhalte nach Themenbereichen und denk darüber nach, wie du sie so strukturierst, dass Besucher:innen sich leicht zurechtfinden. Zwei Grundregeln helfen dir dabei:

5 bis 7 Hauptseiten: Das ist die optimale Menge an Informationseinheiten, die Besucher:innen auf einmal verarbeiten können. Wenn du mehr Seiten brauchst, gruppiere sie als Unterseiten.

3 Klicks oder weniger: Jede Information auf deiner Website sollte in maximal drei Klicks erreichbar sein. Mehr Klicks bedeuten mehr Frustration und höhere Absprungraten.

Das Ergebnis dieses Schritts ist deine Sitemap: eine strukturierte Übersicht aller Seiten und wie sie miteinander zusammenhängen. Ein einfaches Mindmap-Tool oder sogar ein Blatt Papier reichen dafür völlig aus.

Schritt 5: User Journey definieren

Eine User Journey beschreibt den Weg, den eine Besucherin oder ein Besucher auf deiner Website zurücklegt, von der Ankunft bis zur gewünschten Aktion (Kontaktformular ausfüllen, Termin buchen, Produkt kaufen). Überlege für jede wichtige Besuchergruppe: Wo kommt sie an (Startseite, Blog, Produktseite)? Was sucht sie? Wohin soll sie als Nächstes? Welche Hindernisse könnte es auf dem Weg geben?

Diese Überlegungen helfen dir, interne Verlinkungen sinnvoll zu setzen und Call-to-Actions an den richtigen Stellen zu platzieren.

Schritt 6: Design und UX festlegen

In diesem Schritt legst du fest, wie deine Website aussehen und sich anfühlen soll. Du musst kein Designer sein, aber ein paar grundlegende Entscheidungen solltest du treffen: Welche Farben und Schriften passen zu deiner Marke? Wie viele Bilder willst du verwenden? Soll die Website eher schlicht oder visuell aufwendig sein?

Wichtig ist dabei, dass Design immer der Funktion folgt: Eine schöne Website, die schwer zu bedienen ist, wird schlechter performen als eine schlichte, die sofort klar macht, was du anbietest. Konkrete Tipps dazu findest du in unserem Artikel über gutes Webdesign und in der Website-Design-Checkliste.

Schritt 7: SEO integrieren

SEO sollte kein nachträglicher Gedanke sein, sondern von Anfang an Teil deines Konzepts. Überlege für jede Seite: Welches Keyword soll diese Seite bei Google ranken? Welche Fragen beantwortet sie? Wie lautet die Haupt-Überschrift (H1)?

Notiere für jede geplante Seite das primäre Keyword und ein bis zwei sekundäre Keywords. Lege fest, wie die Seiten intern miteinander verlinkt sind, damit Google die Struktur deiner Website versteht. Wenn du später einen Website-Relaunch planst, wird dir dieses SEO-Konzept sehr zugutekommen.

Außerdem solltest du dir früh Gedanken über deine Domain machen. Welche Endung passt zu deinem Business und deinem Markt? Unser Artikel zu den besten Domainendungen 2026 hilft dir bei dieser Entscheidung.

Beispiele für gute Website-Konzepte

Gute Website-Konzepte sehen je nach Branche und Ziel unterschiedlich aus. Hier sind drei konkrete Szenarien als Orientierung.

Yoga-Lehrerin, die online Kurse anbietet

Ziel: Neue Kursteilnehmer:innen gewinnen und Buchungen direkt über die Website ermöglichen. Seiten: Startseite mit aktuellem Kursplan, Über-mich-Seite, Kursübersicht mit Einzelseiten pro Kursformat, Buchungsseite, Blog für SEO, Kontakt. User Journey: Startseite mit Kursplan als Teaser, Link zur Kursübersicht, direkte Buchungsmöglichkeit ohne Umweg.

Fotograf, der Hochzeiten und Portraits macht

Ziel: Als Persönlichkeit und Stil überzeugen, Anfragen generieren. Seiten: Startseite mit Bildergalerie, Über-mich mit Geschichte und Stil, Portfolio nach Kategorien, Preise und Ablauf, Kontaktformular. User Journey: Galerie als erster Eindruck, Über-mich für Vertrauen, Preisseite als letzter Schritt vor der Anfrage.

Coach für Karriereentwicklung

Ziel: Positionierung als Expert:in, Erstgespräche buchen. Seiten: Startseite mit Kernaussage und Social Proof, Über-mich, Angebote mit Einzelseiten pro Paket, Testimonials, Blog, Buchungsseite für Erstgespräch. User Journey: Startseite mit konkretem Nutzenversprechen, Testimonials für Vertrauen, direkte Buchung ohne Umwege.

Tools für die Website-Konzeption

Du brauchst keine teure Software, um ein gutes Website-Konzept zu erstellen. Diese Tools helfen dir je nach Bedarf.

Wireframe-Tools

Wireframes sind vereinfachte visuelle Darstellungen deiner Seiten, ohne Farben oder echte Inhalte, aber mit klarer Struktur. Sie helfen dir, das Layout zu testen, bevor du echten Content erstellst. Gute Tools dafür: Figma (kostenlos in der Basisversion), Balsamiq oder sogar PowerPoint. Mehr dazu findest du in unserem Artikel über Wireframes als Blaupause für deine Website.

Sitemap-Tools

Eine Sitemap visualisiert die Struktur deiner Website und wie die Seiten miteinander zusammenhängen. Tools wie Octopus.do, GlooMaps oder MindMeister (Mindmaps) helfen dir, die Struktur übersichtlich darzustellen. Für einfache Websites reicht auch eine handgezeichnete Skizze.

UX-Tools

Wenn du tiefer in die Nutzererfahrung einsteigen möchtest, helfen Tools wie Hotjar (Heatmaps und Nutzeraufzeichnungen) oder Google Analytics (Nutzerverhalten auf bestehenden Seiten) dabei, zu verstehen, wie Besucher:innen deine Website erleben. Diese Daten sind besonders wertvoll, wenn du eine bestehende Website überarbeitest.

Häufige Fehler beim Website-Konzept

Diese Fehler kommen immer wieder vor und kosten unnötig Zeit sowie Conversion.

Keine klare Zielgruppe

Wer versucht, alle anzusprechen, spricht niemanden wirklich an. Eine Website ohne definierte Zielgruppe hat keine klare Sprache, keinen roten Faden und keinen überzeugenden Nutzen für Besucher:innen. Definiere deine Zielgruppe im ersten Schritt, alles andere folgt daraus.

Zu komplex von Anfang an

Zu viele Seiten, zu viele Unterseiten, zu viele Ideen auf einmal. Das Ergebnis ist eine unübersichtliche Website, die weder Nutzer:innen noch Google gefällt. Starte mit einer klaren, schlanken Struktur und baue sie schrittweise aus. Weniger ist am Anfang fast immer mehr.

Keine klare Struktur

Wenn Besucher:innen nicht innerhalb von Sekunden verstehen, worum es auf deiner Website geht und was sie als Nächstes tun sollen, springen sie ab. Eine klare Hierarchie in der Navigation, eindeutige Call-to-Actions und eine logische Seitenstruktur sind keine optionalen Extras, sondern Grundvoraussetzungen.

Kein SEO im Konzept

Viele Website-Betreiber:innen denken erst nach dem Launch über SEO nach. Dann ist es meistens zu spät, ohne große Umbauten die Struktur zu optimieren. Integriere Keywords, Seitentitel und interne Verlinkungen von Anfang an ins Konzept. Das kostet beim Planen kaum extra Zeit und bringt langfristig deutlich mehr organischen Traffic.

Brauchst du überhaupt ein Website-Konzept?

Ein Website-Konzept ist immer eine gute Idee, egal wie klein deine Website sein wird. Stell dir vor: Du willst Mittagessen für die ganze Familie kochen, aber bevor du anfängst, legst du alle Zutaten und Arbeitsgeräte zurecht. So kannst du schneller und effektiver kochen und gehst sicher, dass nichts fehlt. Dasselbe gilt für deine Website.

Wenn du deine Website mit Jimdo erstellst, nehmen wir dir einiges an Vorbereitung ab. Zu Beginn beantwortest du ein paar Fragen zu deinem Business und basierend darauf erstellen wir dir eine Website mit Inhalten, die an deine Antworten angepasst sind. Dann braucht es nur noch etwas Feinschliff passend zu deinem Website-Konzept. In welchem Format du dein Konzept erstellst, liegt ganz bei dir: Word-Dokument, Block, Post-its oder ein Online-Tool für Mindmaps, alles funktioniert.

FAQ: Website-Konzept erstellen

Wie viele Seiten sollte ein Website-Konzept haben?

Für die meisten kleinen Unternehmen und Selbstständigen sind 5 bis 7 Hauptseiten ideal. Das entspricht der Menge an Informationseinheiten, die Besucher:innen auf einmal verarbeiten können. Wenn dein Angebot mehr Seiten erfordert, gruppiere sie als Unterseiten unter den Hauptkategorien. Mehr Seiten sind nicht automatisch besser, Übersichtlichkeit und Nutzerfreundlichkeit sind entscheidend.

Wie erstellt man ein Website-Konzept?

Starte mit der Definition deines Ziels und deiner Zielgruppe. Sammle dann alle möglichen Inhalte im Brainstorming, ordne sie nach Themenbereichen und erstelle daraus deine Seitenstruktur. Lege für jede Seite das primäre Keyword fest, definiere die User Journey und halte grundlegende Design- und UX-Entscheidungen fest. Das muss kein langes Dokument sein, eine gut strukturierte Mindmap oder Skizze reicht für den Einstieg.

Was gehört in ein Website-Konzept?

Ein vollständiges Website-Konzept enthält: Zielsetzung, Zielgruppendefinition, Inhaltsplanung mit vorhandenen und fehlenden Elementen, Seitenstruktur und Sitemap, User Journey, grundlegende Design-Entscheidungen und eine SEO-Strategie mit Keywords pro Seite. Je nach Komplexität deiner Website kann das eine halbe Seite oder ein mehrseitiges Dokument sein.

Website-Konzept vs. Webdesign: Was ist der Unterschied?

Das Website-Konzept ist die inhaltliche und strukturelle Planung: Welche Seiten gibt es, was steht darauf, wie sind sie verknüpft, wen sprechen wir an? Das Webdesign ist die visuelle Umsetzung: Farben, Schriften, Layout, Bildsprache. Das Konzept kommt immer zuerst, denn gutes Design kann nur entstehen, wenn klar ist, was die Website leisten soll. Wer direkt mit dem Design beginnt, läuft Gefahr, am Ende eine hübsche Website zu haben, die aber nicht wirklich funktioniert.

Fazit: Ein gutes Konzept ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Website

Ein Website-Konzept muss nicht perfekt sein und es muss nicht Wochen dauern. Schon ein paar Stunden gezielter Vorbereitung machen den Unterschied zwischen einer Website, die du immer wieder umbauen musst, und einer, die von Anfang an eine klare Richtung hat.

Fang mit dem Wichtigsten an: deinem Ziel, deiner Zielgruppe und einer groben Seitenstruktur. Alles andere entwickelt sich von dort aus. Wenn du bereit bist loszulegen, hilft dir Jimdo mit einem geführten Setup, das viele der Planungsschritte direkt im Erstellungsprozess integriert. Der Jimdo Companion zeigt dir außerdem, welche Schritte nach dem Launch sinnvoll sind, um mehr Besucher:innen zu gewinnen und deine Website kontinuierlich zu verbessern.

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