Website-Konzept erstellen: In 4 Schritten zum Seitenplan

In all den Jahren, die ich Websites für Kunden erstellt habe, war eines für mich immer unerlässlich: ein gutes Konzept für die Seitenplanung.

Wer alleine arbeitet – zum Beispiel mit Jimdo – überspringt diesen Schritt gerne mal. Das stellt sich meist aber irgendwann als Fehler heraus. Denn die einmal investierte Zeit rentiert sich garantiert.

Hier ist meine Empfehlung, wie ihr in 4 Schritten ein Website-Konzept erstellt, mit dem euch die Gestaltung eurer Website ganz bestimmt noch einfacher fallen wird!

  1. Sammelt Ideen für eure Website
  2. Ordnet eure Ideen nach Themen
  3. Erstellt für jede Seite eine einfache Gliederung
  4. Geht ins Detail

 

Welche Vorteile bringt euch ein Konzept?

Wie angedeutet, erstellen viele Nutzer ihre Website nach dem Motto “einfach mal drauflos”. Das klappt auch irgendwie, da Baukästen wie Jimdo es heute wirklich einfach machen. Das große Aber: Diese Methode erfordert eine Menge Ausprobieren, Verschieben, Nachbessern und so weiter.

Mit einem Konzept hingegen ordnet ihr vorab eure Gedanken. Ihr findet systematisch heraus, was ihr eigentlich wollt und trefft dadurch bereits wichtige Entscheidungen. Wenn ihr dann anfangt, eure Ideen umzusetzen, reicht ein Blick auf das Papier – und schon wisst ihr, was der nächste Schritt ist.

Letztlich ist ein Website-Konzept so wie ein Grundriss für ein Haus: Es definiert, was wo sein soll und wie die perfekte Website für euer Business aussieht.

 

Eigene Website erstellen

 

Schritt 1: Sammelt Ideen

Im ersten Schritt geht es um das Wichtigste für eure Website: Die Inhalte, die auf eurer Seite später nicht fehlen sollen und für eure Besucher interessant sind.

 

Mindmap: Macht ein Brainstorming und schreibt alles auf, was euch einfällt. Verbindet dann zusammenpassende Begriffe.

 

Vielleicht habt ihr eure Inhalte schon größtenteils beisammen. Vielleicht seid ihr aber auch noch auf der Suche, welche Themen, Texte und Bilder für euch wichtig sind.

Was immer hilft, ist ein Blick auf die Konkurrenz: Welchen Content präsentieren eure Wettbewerber ihren Besuchern? Was gefällt euch und was würdet ihr übernehmen? Eine kurze Konkurrenzanalyse kann sehr aufschlussreich sein.

Ganz gleich, ob ihr bei Null startet oder schon eine Menge Themen auf dem Tisch habt, ist es dann Zeit für ein Brainstorming. Denkt frei heraus und schreibt euch alle Themen, Begriffe und Ideen auf, die euch einfallen. Besonders gut funktioniert das natürlich mit einer kleinen Gruppe an Leuten – aber auch alleine.

Schreibt jede eurer Ideen auf eine Karteikarte oder ein Post-it und verteilt diese auf dem Boden oder auf einer Wand, sodass ihr alles auf einmal im Blick habt. Oder erstellt ganz einfach eine “Mindmap” auf einem Blatt Papier.

Im nächsten Schritt werden wir diese Ideen ordnen.

 

Schritt 2: Nach Themen gruppieren

Sind all eure Notizen vor euch ausgebreitet, könnt ihr damit beginnen, eure Ideen und Konzepte in verschiedene Gruppen einzuteilen. Aus diesen Gruppen werden später die einzelnen Unterseiten eurer Website.

Habt ihr beispielsweise als Punkte “Willkommenstext”, “Hintergrundfoto” und “Seitentitel” aufgeschrieben, könnt ihr diese drei Punkte gut in die Gruppe für eure Startseite packen. Andererseits wird aus produktbezogenen “Beschreibungen”, “Fotos”, “Kundenstimmen” und “YouTube-Videos” zu einem bestimmten Produkt sicherlich eine Produktseite – und so weiter.

Vielleicht bemerkt ihr sogar, dass sich manche Seiten unter einem übergeordneten Thema zusammenfassen lassen. Das kann der Fall sein, wenn ihr mehrere Produkte oder Dienstleistungen anbietet oder wenn es verschiedene Varianten von ein- und derselben Sache gibt – zum Beispiel Bildergalerien oder Landkarten.

Manchmal passen einige Ideen nirgendwo dazu. Sind diese wirklich notwendig? Verdienen sie eine eigene Seite auf eurer Website? Legt sie beiseite und seht sie euch während des nächsten Schritts nochmals an. Denn nun erstellen wir eine erste Gliederung für die Navigation eurer Website.

 

Schritt 3: Erstellt eine Gliederung eurer Seiten

Nachdem ihr eure Seiteninhalte zusammengefasst habt, ist es an der Zeit, diese Informationen in ein gut lesbares Format zu übertragen. Ich persönlich finde Listen oder “Bulletpoints” (Aufzählungszeichen) besonders übersichtlich, um den Aufbau eurer Website zu visualisieren (so, wie im Bild zu sehen).

So könnte eure Gliederung für eure Website beispielsweise aussehen.

Beschränkt euch auf fünf bis sieben Hauptseiten für eure Website. Das ist übrigens die optimale Anzahl an Informationseinheiten, die ein Mensch auf einmal verarbeiten kann. Solltet ihr mehr Seiten benötigen, dann gruppiert einige davon als Unterseiten unter einem eurer Hauptthemen. Hier beschreiben wir euch, wie ihr eine perfekte Navigation erstellt.

Es gilt die Faustregel: Eure Besucher sollen alles, wonach sie suchen, mit maximal drei Klicks finden. Mit jedem zusätzlichen Klick riskiert ihr, dass eure Nutzer ihre Suche abbrechen und sich anderswo umsehen. Zudem kann es passieren, dass Besucher nicht über eure Startseite auf eure Website gelangen, sondern über eine eurer anderen Seiten. Auch in diesem Fall sollten sie sich zurechtfinden, unabhängig davon, wo sie angefangen haben.

 

Website erstellen

 

Schritt 4: Geht ins Detail

Habt ihr eure Gliederung erstellt, solltet ihr zu jeder Seite notieren, welche Inhalte und Informationen ihr dort jeweils platzieren möchtet.

Ihr könnt damit beginnen, für jede Unterseite zunächst einen kurzen Seitennamen für die Navigation zu entwerfen. Dieser sollte in ein bis zwei Worten auf den Punkt bringen, worum es geht. Zum Beispiel “Über uns” oder “Referenzen”.

Dann könnt ihr unter diesen Seitennamen jeweils alle grundlegenden Inhalte schreiben, die auf der Seite erscheinen sollen. Eine so entworfene Struktur für eine Unterseite könnte beispielsweise so aussehen:

Über uns

  • Unternehmensname XY – das sind wir
  • Vorstellungstext
  • Der führende Hersteller von…gegründet 1992…geleitet von…in München
  • Fotos von den Eigentümern
  • Firmenlogo
  • Button mit Link zum Shop
  • Kontaktformular

 

Zusammenfassung

Ganz kurz gesagt: Ein gutes Konzept ist weit mehr als die halbe Miete! Mit einer klaren Struktur und einer ausgereiften Idee, welche Inhalte ihr auf welchen Unterseiten präsentieren möchtet, wird eure Website hochwertig aussehen – und ihr spart eine Menge Extraaufwand.

Außerdem gibt ein klares Konzept ein gutes Gefühl: Denn was gibt es Schöneres, als gut vorbereitet zu sein?